19.11.2017

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Deutscher Hörspielpreis: "'Broken German' muss man hören!"
Broken German von Tomer Gardi gewinnt den Deutschen Hörspielpreis. Das knapp...

Wiederentdeckt: "Woman of the Year" von John Kander und Fred Ebb
Woman Of The Year – ein witziges und hintersinniges Musical, in dessen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
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Deutscher Jugendliteraturpreis 2017 Kategorie Bilderbuch: "Hier kommt keiner durch!"
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Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

DSE: "Gloria" am Residenztheater München
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"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
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Hauptmann, Gerhart
1862 in Schlesien geboren zählt Gerhart Hauptmann zu den bedeutendsten Vertretern des Naturalismus. Sein umfangreiches Schaffen ausschließlich darauf zu...


Thalheimer, Michael
Geboren 1965 bei Frankfurt am Main. Er begann als Schauspieler am Theater Chemnitz, wo er 1997 auch seine erste Inszenierung herausbrachte. Es folgten...


 

Rose Bernd (Fassung Thalheimer)

Schauspiel
Fassung von Michael Thalheimer
unter Mitarbeit von Sonja Anders
4D, 6H
Erstaufführung der Fassung: 11.03.2006, Thalia Theater Hamburg

Die Welt der Rose Bernd ist vor allem eine Männerwelt: Darin verkörpert Rose ein hübsches, frisches Mädchen, das in den Männern Begierden weckt. Schwach geworden ist sie bisher nur bei dem Gutsbesitzer Christoph Flamm, mit dem sie ein Verhältnis hat. Der Maschinist Streckmann, der von den beiden weiß, erpresst Rose, ihm auch zu Willen zu sein - andernfalls würde er ihrem Vater und ihrem Bräutigam, dem Buchbinder August Keil, das Geheimnis verraten. Rose weist ihn ab. Als ihr klar wird, dass sie ein Kind von Flamm erwartet, willigt sie in ihrer Angst überstürzt in die Heirat mit dem ein. Streckmann lässt sich nicht abschütteln und bedrängt Rose weiterhin. August, der sie verteidigen will, lässt sich auf eine Schlägerei mit Streckmann ein, bei der er ein Auge verliert. Es kommt zu einer Gerichtsverhandlung, zu der auch Flamm als Zeuge geladen ist. Aus Scham wagt Rose nicht zu sagen, was wirklich geschehen ist. Sie bringt ihr Kind allein zur Welt und tötet es nach der Geburt.

Michael Thalheimer ist mit seiner Stückfassung des Gerhart Hauptmann-Klassikers "ein zeitloses Passionsspiel" (Hamburger Abendblatt, 13.3.2006) gelungen. Im Fokus steht das Mädchen Rose, die bei Thalheimer nicht nur ein Opfer der Männer ist, sondern das Anders-Sein, das Fremde in einer verschworenen Gemeinschaft, verkörpert. Sie steht im Zentrum des Geschehens, beherrscht es aber nicht.

Gerhard Stadelmaier schrieb zu dieser Stückfassung begeistert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Man sieht eine "jämmerliche Barbarenwelt. Das ist der rohe, reine Hauptmannsche Herzenskern der 'Rose Bernd'. Den hat Thalheimer großartig getroffen." (FAZ, 13.3.2006)

Unter der Regie von Michael Thalheimer spielten bei der Erstaufführung dieser Fassung: Katrin Wichmann, Lisa Arnold, Peter Kurth, Andreas Döhler, Markus Graf, Felix Knopp, Katharina Matz, Peter Moltzen, Anna Steffens und Harald Weiler.

Katrin Wichmann erhielt für ihre Titelrolle in Rose Bernd den Boy-Gobert-Preis 2007 der Körber-Stiftung, der an junge Schauspielerinnen und Schauspieler für besondere Leistungen an den Sprechbühnen der Hansestadt Hamburg verliehen wird.

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Premierenberichte zu diesem Stück vorhanden

Weitere Fassungen:

Einsame Menschen (Fassung Thalheimer)

Die Ratten (Fassung Thalheimer)