Aktuelle Nachrichten

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Raskolnikoff

(Die Auferstehung des Lazarus)
Drama (6 Szenen)
von Wolfgang Schwarz
nach einer Idee von F.M. Dostojewski
1D, 2H

Die Wahrsagerin Alona Iwanowna wurde ermordet, Untersuchungsrichter Porfiri soll den Fall aufklären. Obwohl sich bereits ein Täter der Polizei gestellt hat, sucht Porfiri immer wieder den Jurastudenten Raskolnikoff auf. Er vertritt die Meinung, dass "ungewöhnliche Menschen" über den Gesetzen stehen und für die Durchsetzung einer Idee auch das Recht zum Mord haben. Porfiri bezweifelt diese Theorie, dennoch faszinieren ihn die Vorstellungen über den "ungewöhnlichen Menschen". Er verwickelt den jungen Mann und sich in philosophische Exkursionen über Verbrecher, Verbrechen und Schuldfragen. Dass Raskolnikoff am Mord von Alona Iwanowna Schuld hat, da ist sich Porfiri sicher.
Raskolnikoffs Freundin, Sonja, ist ebenso fanatisch - sie richtet ihr Leben nach der Bibel aus. Raskolnikoff setzt sich, wenn auch skeptisch, mit ihrem Glauben auseinander. In der Geschichte des Lazarus entdeckt er Parallelen: Lazarus lag vier Tage tot im Grab, Alona Iwanowna wurde vor vier Tagen ermordet.
Erneut erscheint Porfiri, um mit Raskolnikoff zu sprechen. Raskolnikoff ist zunehmend verunsichert, zumal Porfiri darlegt, dass der wahre Mörder seiner Meinung nach noch nicht gefasst sei. Als Raskolnikoff von Porfiri des Mordes an Alona Iwanowna beschuldigt wird, weigert er sich, ein Geständnis abzulegen. Gleichzeitig versucht er jedoch, sein Motiv zu erklären, und verstrickt sich dabei mehr und mehr in seiner eigenen Theorie. Schließlich gesteht er: Er fühlte sich zum "ungewöhnlichen Menschen" berufen; die Iwanowna war eine nutzlose Laus, passte nicht in sein Bild des liebenswerten Menschen. Raskolnikoff ist bereit, seine Strafe in Sibirien anzutreten. Sonja folgt ihm – fanatisch und freiwillig, aus Liebe.

Wolfgang Schwarz' Drama nach Motiven von Dostojewskis "Schuld und Sühne" ist ein Ideen-Bekenntnisdrama, gekleidet in ein detektivisches Gewand, das sehr subtil geschneidert ist. Die Konstruktion ist spannend angelegt, die Figuren psychologisch gezeichnet.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.