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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Arthur AdamovAdamov, Arthur
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Arthur Adamov (* 23. August 1908; † 15. März 1970) war ein französischer Übersetzer, Schriftsteller und Dramatiker russischer Herkunft. Er gilt neben Eugène Ionesco, Samuel Beckett und Georges Schehadé als einer der wichtigsten Autoren des Absurden Theaters.

1914 verließ seine Familie Russland um sich schließlich 1924 in Paris niederzulassen. Adamovs Nähe zum Marxismus und sein Engagement während des Spanischen Bürgerkrieges auf republikanischer Seite führten 1941 zu einer knapp einjährigen Inhaftierung in einem Konzentrationslager bei Argelès-sur-Mer. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er Dramen und übersetzte Werke u. a. von Maxim Gorki, Anton Tschechow und Georg Büchner. Während sich Adamovs Frühwerk mit der Sinnlosigkeit und Gleichförmigkeit der menschlichen Existenz beschäftigt, geht die Entwicklung Ende der 1950er Jahre immer stärker in Richtung der gesellschaftskritischen Dramen Bertolt Brechts.

 

Die Reste

(La politique des restes)
Schauspiel von Arthur Adamov
Deutsch von Pierre Aron
1D, 12H
UA: 31.05.1963, University Theatre London
DSE: 15.09.1965, Schauspiel Leipzig

Der weiße Fabrikbesitzer Johnnie Brown steht vor Gericht, weil er einen schwarzen Arbeiter getötet hat. Die Tat ist weniger persönlich als durch einen geradezu wahnhaften Rassismus motiviert. Brown fühlt sich durch die steigende Zahl der Fremden, die sich im vertrauten Umfeld einnisten, bis ins Innerste erschüttert, sieht sich überhaupt als Opfer einer weltweiten Verschwörung - nur mit Gewalt kann er sich wehren. Da das Gericht durchaus Verständnis und Sympathie für einen gewissen Alltagsrassismus erkennen lässt, wird Brown zu einer lächerlich niedrigen Strafe verurteilt. Da dieser aber mit einem Freispruch gerechnet hat, richtet er seine maßlosen Drohungen nun auch gegen die Weißen, und dafür wird er ins Irrenhaus gesteckt.
Adamov beleuchtet in seinem Stück mit parodistischer Schärfe, wie ein Regime der Unterdrückung auch die Unterdrücker geistig deformiert.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch