16.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bronnen, Arnolt

Berühmt wurde Arnolt Bronnen, geboren 1895 in Wien, mit seinem Stück Vatermord, das 1922 bei der Frankfurter Uraufführung heftige Zuschauerreaktionen auslöste. Auch einige der nachfolgenden Stücke wie die Katalaunische Schlacht (1924) oder Die Exzesse (1923) wurden kontrovers besprochen und führten zu seinem Ruf als Skandalautor. Seine Freundschaft mit Bertolt Brecht und anderen Linksintellektuellen der Weimarer Republik wurde auf die Probe gestellt, als er sich in den folgenden Jahren zunehmend rechten und rechtsextremen Kreisen zuwandte. Während der Zeit des Nationalsozialismus engagierte er sich dann jedoch, ausgeschlossen aus der Reichsschrifttumskammer, im Widerstand. 1955 siedelte Arnolt Bronnen nach Ost-Berlin über, wo er unter anderem als Dramaturg am Berliner Ensemble tätig war und 1959 starb. "Er war ein Mitläufer, aber von ganz eigener Art: er lief immer mit denen mit, die dagegen waren." (Rühle)

 

Rheinische Rebellen

4D, 1H

Vor dem Hintergrund der Separationsbewegung der Rheinstaaten entspinnt sich ein psychologisches Kammerspiel, das – ebenso wie die rheinische Revolution – auf ein unseliges Ende zuläuft. Im Zentrum steht Occc, der charismatische Führer der neu gegründeten Republik, der jedoch ohne seine Assistentin ziemlich aufgeschmissen wäre. Bei ihr laufen alle organisatorischen Fäden zusammen. Entsprechend besorgt beobachtet sie, wie sich Occc auf die Annährung einer jungen Frau einlässt, die sich als ideologische Gegenspielerin entpuppt. Die Schwester und Mutter der jungen Frau, die jeweils eigene Interessen verfolgen, komplettieren das spannungsgeladene Ensemble.

Die Bedrohung durch die politische Lage ist ständig spürbar. Während sich auf der Straße der Umsturz vollzieht, hetzen die Figuren von Cöln nach Mainz, Trier, Coblenz und Aachen. Am Endpunkt angekommen ist die neue Republik schon wieder Vergangenheit, und Occc hat sich und die vier Frauen, die ihr Schicksal an ihm ausgerichtet haben, in die Zerstörung geführt. Mehr noch: Alles endet in völliger Verzweiflung. "Uns alle aber stürzt Kommendes, Unsichtbares, Insektenschwärme, die unsere Seelen gefressen haben, unter dunkelndem Himmel von dieser Erde, die einst bewohnbar war ..."

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

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