11.12.4415

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von Walter JensJens, Walter

Walter Jens (1923-2013) war ein deutscher Altphilologe, Literaturhistoriker, Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer.
Er promovierte mit einundzwanzig, habilitierte mit sechsundzwanzig und hatte mit neunundzwanzig Jahren einen Lehrstuhl für Klassische Philologie inne. 1948 kam der erste Roman-Auftrag vom Rowohlt Verlag. Ab 1950 gehörte Walter Jens der Gruppe 47 an. Er erhielt Ehrendoktorwürden der Universitäten Stockholm, Jena und Hamburg. Walter Jens war Präsident des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Akademie der Künste zu Berlin.
In seinen Romanen protestierte er gegen totalitäre Macht und propagierte einen christlich geprägten Pazifismus.

 

Roccos Erzählung

Monolog von Walter Jens
1H

Walter Jens hat aus seinem Prosatext „Roccos Erzählung“ für Beethovens Oper „Fidelio“ Zwischentexte destilliert, die einer sonst unterrepräsentierten Figur Stimme verleihen. Menschen wie der Gefängniswärter Rocco haben normalerweise in der Opern nicht viel zu melden. Glück und große Gefühle bleiben ihnen versagt, und was sie über ihre spärlichen Librettotexte hinaus zu sagen hätten, interessiert die Regisseure wenig. Dabei hätte dieser Rocco vielleicht eine Menge zu erzählen und könnte der Geschichte von der hohen Gattenliebe am Oberflächenlack kratzen und fragen, was denn nun geworden ist aus all den schönen Versprechungen von Brüderlichkeit. Wo denn diese neue, bessere Zeit geblieben ist, die schließlich auch für die kleinen Leute, für Marzelline, Jaquino und selbst anbrechen sollte.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch