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Neu bei FBE: "Tewje" ein Ballett von Richard Wherlock und Olivier Truan
Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen...

UA & SE: "Begleiterscheinungen" am Theater an der Kö und "Unter falschen Brüdern" am Theater Matte
Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

Neu: "Grete Minde" von Kay Wuschek nach Theodor Fontane
"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Am Rand (Ein...

UA: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" am Landestheater Linz
Edmund de Waal rollt in seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen die...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


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Bild von Nikolaj GogolGogol, Nikolaj

Nikolaj Gogol wurde am 1. April 1809 im ukrainischen Bolschije Sorotschinzy (Gebiet Poltawa) als Sohn eines ukrainischen Gutsbesitzers geboren. Sein Vater weckte in seinem Sohn schon früh das Interesse für Literatur und förderte seine Beobachtungsgabe. 1828 verließ er wie viele junge Adlige die Provinz, um in der Metropole Sankt Petersburg Karriere zu machen. Als er beim Versuch, eine Professur an der dortigen Universität zu erhalten, scheiterte, nahm er eine Anstellung im Staatsdienst an. Im September 1831 machte Gogol die Bekanntschaft Alexander Puschkins, was den Beginn seiner literarischen Karriere markierte. 1834 erhielt er eine Stelle als Professor für allgemeine Geschichte an der Universität Sankt Petersburg. Seinen ersten großen Publikumserfolg landete Gogol mit seiner Komödie Der Revisor, die im April 1836 in Anwesenheit des Zaren Premiere feierte.

Kurz danach reiste Gogol ins Ausland. Mehr als zehn Jahre lebte er in Italien, Deutschland und Frankreich, wo er bis 1842 an seinem Erfolgsroman "Die toten Seelen" arbeitete, eines der beeindruckendsten Erzählepen des 19. Jahrhunderts. 1848 unternahm Gogol eine Pilgerreise nach Jerusalem, um seine tiefe schöpferische Schaffenskrise zu überwinden. Nach seiner Rückkehr ließ sich der kränkelnde Nikolaj Gogol in Moskau nieder, überarbeitete "Die toten Seelen" und hatte zunehmend mit religiösen Wahnvorstellungen zu kämpfen, welche letztendlich dazu führten, dass er große Teile seines Manuskripts verbrannte.

Nikolaj Gogol starb am 4. März 1852 in Moskau. Ein Fragment der "Toten Seelen" erschien posthum 1855. Mit seinen satirisch-grotesken, teils phantastischen Dramen, Erzählungen und Romanen gehört er zweifelsohne zu den bedeutendsten Schriftsteller der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts.

 

Der Revisor

Komödie in fünf Akten
In neuer Übertragung von Herbert Hein und Reinhold Rüdiger
5D, 17H, Nebendarsteller

Die Welt der großen Honoratioren in einer kleinen Stadt irgendwo in der russischen Provinz ist in Ordnung, bis zu dem Tag, als sich ein hoher Beamter aus der Hauptstadt ankündigt und für mächtig Unruhe sorgt. Denn was will dieser Revisor wirklich? Weiß er über die Machenschaften in der Stadt Bescheid? Will er gar die neue Kirche besichtigen, für die aus St. Petersburg viel Geld geflossen ist und die in Wahrheit überhaupt nicht gebaut wurde? Will er sich etwa ein Bild über die Zustände der Städtischen Armenanstalten, der Schule, der Postverwaltung oder des Gerichts machen? Vor dem Stadthauptmann und dem Rest der Honoratioren, die allesamt eine Menge zu verbergen haben, tut sich ein Abgrund auf.

Recht bald bemerkt man jedoch, dass dieser Iwan Alexandrowitsch Chlestakow auch nur ein Mensch, also ebenso korrupt wie die feinen Bürger des Provinznestes ist, und die große Angst weicht einem großen Buhlen um die Gunst des vermeintlichen Vorgesetzten. Als er am Ende noch um die Hand ihrer Tochter anhält, sehen sich der Stadthauptmann und seine Frau bereits in den feinsten Kreisen verkehren. Während man auf die baldige Hochzeit anstößt (der zukünftige Bräutigam hat sich inzwischen aus dem Staub gemacht), erhält die völlig verdutzte Gesellschaft die Nachricht, dass der Revisor soeben aus St. Petersburg eingetroffen sei...