24.02.5543

Aktuelle Nachrichten

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Goetz, Curt
1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen...


Gordon, Heinz
Heinz Gordon, geboren 1871 in Tarnowitz , beginnt seine Laufbahn beim Theater 1892 als Darsteller. Es folgen Stationen an verschiedenen deutschen Bühnen und...


 

Die Rutschbahn

Schwank in drei Akten
6D, 3H
UA: 01.06.1919, Deutsches Künstlertheater Berlin

In Neuruppin lebt neuerdings Otto Hildebrandt, recht glücklich und noch gar nicht so lange verheiratet mit Agathe und ihrem Anhang, also den Schwiegereltern Franziska und Emil Kammersetzer. Mit letzterem arbeitet er zudem in der gemeinsamen Süßwarenfabrik. Otto Hildebrandt könnte also ein rumdum zufriedener typischer Kleinstadtvertreter sein, doch der Schein trügt: Die Schwiegereltern nerven, die Harmonie der Ehe wird langsam langweilig und seine Frau hat einen Knall: Sie hat Großes mit ihm vor. Sie ahnt hinter seiner außergewöhnlich hohen Stirn viele schöne und edle Gedanken, die nur darauf warten, auf Papier und unter die wartende Menschheit gebracht zu werden. Schuld daran sind seine Liebesbriefe aus den Anfängen ihrer Beziehung, die er sich – aus Mangel an jedem poetischen Talent – professionell hat schreiben lassen. Ein Mann, der das kann, der kann noch mehr, denkt Agathe, und aus einem Gedanken wird schnell eine fixe Idee – und so setzt sie alles daran, einen ruhmreichen Dichter aus ihrem Ehemann zu machen. Mitten in dieses Familienidyll platzt Dr. Richard Meyer, ein Jugendfreund und Mann von Welt, zu Besuch aus Berlin. Zufällig ist er gemeinsam mit Kammsetzers Nichte Gertrud angereist, auch kein Kind von Traurigkeit, beide nichtsahnend, dass sie sich alsbald im Hause Hildebrandt wieder über den Weg laufen werden. Einem Freund hilft man natürlich aus der Patsche, und so erfindet Richard Meyer eine Notlüge, um Ottos Dichterkarriere auf Vordermann zu bringen und damit sein Eheglück zu retten. Dass es dabei zu außerordentlichen Verwicklungen und Peinlichkeiten, großem Krach und ebensolcher Versöhnung kommt, ist klar und dank Goetzscher Zutaten ein Komödienspaß vom Feinsten.