22.02.2018

Aktuelle Nachrichten

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Bild von Brigitte AthéaAthéa, Brigitte

Die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Athéa (geb. 1957) lebt in Paris und Berlin. Nachdem sie an der Sorbonne Wirtschaftsspanisch studiert hatte, besuchte sie die Schauspielschule Charles Dullin und arbeitete am Théâtre Chaillot mit Tapa Sudana und Jean-Paul Denizon.
Sie schrieb für verschiedene Zeitungen und Radiosender, für die auch mehrere Hörspiele entstanden, u.a. "Parking en soul-sol" (1993), "Le Voleur de Rêves" (1994), "Chantier" (1996) und "Le Gardien du Phare" (1997). Ihre Einakter wurden mehrfach aufgeführt, meist in Eigeninszenierung der Autorin.
Brigitte Athéa schrieb Auftragsarbeiten für das Théâtre de la Minoterie in Marseille und die Compagnie Les Guetteurs d’Ombre in Clermont-Ferrand und war an dem Theaterprojekt "Phèdre Faust" beteiligt.

Stipendien

Stipendium des Centre National des Lettres (1997) und Studienaufenthalt am Centre National d´ Ecritures du Spectacle in La Chartreuse de Villeneuve-Lez-Avignon. Sie erhielt ein Förderungsstipendium vom Centre National des Lettres ( Juni 1997).
Im April 1998 Studien-Aufenthalt beim C.N.E.S (Centre d´ Ecritures du Spectacle) in La Chartreuse de Villeneuve-Lez-Avignon.

 

Selbstgespräch

(Soliloque)
Deutsch von Astrid Windorf
1D
UA: 1994, L’Oeil Écoute Clermond-Ferrand
frei zur DSE

Eine 50-jährige Frau betritt ihre Wohnung mit einem Paket Petits-fours. Sie spricht zu ihrer Tochter Sarah, die sich seit einiger Zeit in ihrem Zimmer eingeschlossen hat. Allerdings gelingt es ihr auch mit den Petits-fours nicht, sie aus der selbstgewählten Isolation zu holen.

Und so monologisiert die Mutter und legt die Psychosen der Tochter dar – entweder hungern oder Bulimie. Schnell wird klar: bei dem egozentrischen Drachen von Mutter ist das kein Wunder. Denn sie hält alle außer sich selbst für degeneriert.

Vor einiger Zeit hat auch der Vater das Haus verlassen und ist nicht wieder zurückgekehrt. Sie hatte mit ihm Streit über Sarahs Zukunft, denn er wollte ihr alle Freiheit geben, was sie "Gott sei Dank" verhindern konnte. "Du kannst nicht verstehen, was das ist – die Liebe einer Mutter."

Und sie träumt davon, mit der Tochter, die sie sich geschaffen hat, einer Tochter natürlich ohne eigenen Willen und damit ohne eigenes Leben, spazieren und essen zu gehen. Aber Sarah hört – natürlich – nicht, falls sie überhaupt noch lebt.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.