10.12.4444

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Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Billinger, Richard

Der österreichische Schriftsteller Richard Billinger, geboren am 20.7.1890 in St. Marienkirchen (Oberösterreich), schrieb Gedichte und Dramen, die sich durch Züge des Volkstheaters auszeichnen. Er lebte in München und Berlin und wurde vor allem durch seine bildreiche Prosa und seine Bauerngedichte bekannt. Als Bauernsohn und Jesuitenzögling stellte er seine enge Vertrautheit mit den Geheimnissen alter Sitten und Gebräuche unter Beweis. Die Darstellung der im Wandel befindlichen bäuerlichen Welt seiner Heimat kennzeichnet seine Werke, in denen er eine mystisch-dämonische Weltsicht mit christlichem Gedankengut konfrontiert. Das zeigt sich schon in seinem Frühwerk Rosse (1931) und mehr noch in seinem ersten großen Erfolg Rauhnacht (1931, Uraufführung an den Münchner Kammerspielen am 10. Oktober 1931 unter der Regie von Otto Falckenberg). Im November 1932 wurde ihm, zusammen mit Else Lasker-Schüler, der Kleistpreis verliehen. Zu Billingers weiteren Werke zählen u.a. Stille Gäste (1933), Die Hexe von Passau (1935) sowie Der Plumpsack (1953).

Richard Billinger starb am 7. Juni 1965 in Linz (Oberösterreich).

 

Stille Gäste

Komödie
10D, 11H

Josefine Klösterli, genannt "Puppi", hat mit ihrem Verlobten, Baron Nepomuk von Weinstabl, genannt "Mucki", eine Autopanne und beschließt, ein kleines Schlösschen zu mieten, das von noch unerlösten Geistern, den "Stillen Gästen", bewohnt ist; nur durch die wahre Liebe eines Paares kann der Zauberbann gebrochen, können die "Stillen Gäste" vom Fluch des nächtlichen Fortlebens und -spukens erlöst werden.

Puppi und Mucki schaffen es jedoch nicht, zumal Puppi den Aufenthalt eigentlich nur deswegen wählte, weil sie sich von Lorenz Pucher angezogen fühlte. Lorenz ist Geselle bei der Metzgermeisterin Fanny Bachstelzer, Besitzerin des Schlösschens, die wie Puppi ein Auge auf ihn geworfen, mittlerweile jedoch einen Korb erhalten hat. Dagegen nimmt Lorenz die Einladung Puppis in das Schlösschen an und überwirft sich dadurch mit Hedwig, Tochter von Fanny Bachstelzer, die heftig in ihn verliebt ist.

Bevor es zwischen der koketten und raffinierten Puppi und dem bieder-groben Fleischergesellen zu einer "Fusion" kommt, betritt Hedwig angstgetrieben das Schlösschen, und Puppi flieht. Die beiden Liebesleute Hedwig und Lorenz geloben sich Treue, und während sie in den Schlaf sinken, erscheinen die Geister des Schlosses und spielen zum letzten Mal die Szene vom Mord aus Eifersucht und dem Selbstmord aus Verzweiflung. Puppi und Mucki reisen am nächsten Morgen ab.