19.10.3367

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Neu bei FBE: "NASSER #7Leben" von Susanne Lipp
Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

Rückblick: UA von Anja Hillings "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben"
Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...


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Bild von Franziska SteiofSteiof, Franziska

Die Regisseurin und Autorin Franziska Steiof schrieb zahlreiche Stücke gemeinsam mit dem Komponisten Thomas Zaufke, u. a. Moby Dick für das Theater Kiel, Rosa für das GRIPS Theater Berlin und Die Schneekönigin für das Düsseldorfer Schauspielhaus. Ihre in Co-Autorenschaft mit Volker Ludwig entstandenen Inszenierungen Baden gehn und "Rosa" wurden beide für den Friedrich-Luft-Preis nominiert. Außerdem entstanden Auftragswerke u. a. für das Staatstheater Hannover, das Junge Schauspielhaus Düsseldorf und das Theater Kiel. Mit Undine, die kleine Meerjungfrau, geschrieben für das Junge Schauspielhaus Düsseldorf, wurde sie 2010 für den Deutschen Kindertheaterpreis sowie den Mülheimer Kinderstückepreis nominiert. Die Uraufführung von Schöner wohnen eröffnete die Saison 2011/12 am Berliner GRIPS-Theater, die erste unter der künstlerischen Leitung von Stefan Fischer-Fels.
Im Januar 2014 entschied Franziska Steiof, aus dem Leben zu gehen.

 

Schöner wohnen

Ein musikalischer Umzug
mit Musik von Thomas Zaufke
3D, 4H
UA: 02.09.2011, Grips Theater Berlin

Ein marodes Berliner Mietshaus und seine Bewohner in einem Bezirk, der bisher nicht im Verdacht stand, sonderlich hip zu sein. Die bunt gemischte Hausgemeinschaft lebt ein bisschen miteinander, ein bisschen nebeneinander her. Jeder nach seiner Façon und mit Wünschen, wie man noch Schöner wohnen könnte: Balkone wären schon toll und eine Einbauküche mit Ceranfeld.
Als die Immobilenfirma Activare das Haus als lohnendes Investmentobjekt in einem neuerdings boomenden Bezirk entdeckt und mit einem attraktiven Kaufangebot an den heimlichen Hausbesitzer und Mitbewohner Harald herantritt, gerät das Gleichgewicht im beschaulichen Sozialbiotop ins Wanken.

Zunächst freuen sich alle auf die Sanierung und auf ein schöneres Zuhause. Doch das Pärchen Anja und Markus mit Kinderwunsch und Beziehungsstress, der Unternehmensyuppie Cyrus, die alleinerziehende berufstätige Mutter Adile, Studentin und Edelnutte Charlotte und nicht zuletzt Harald, der heimliche Hausbesitzer, haben jeder unterschiedliche Vorstellungen vom schöneren Wohnen und vor allem davon, was es kosten darf. Dabei hatte Harald doch gut verhandelt für seine Mieter, aber der Teufel steckt, wie immer, im Detail. Veränderungen stehen an. Der eine freut sich, der andere fürchtet sich. Doch letztlich müssen sich alle bewegen ...

Mit liebevollem Auge für den Alltag einer typischen Berliner Mischung lenkt die Autorin Franziska Steiof den Blick auf die schwierigen und manchmal schmerzhaften Übergangsprozesse in gentrifizierten Stadtbezirken. Ihre beschwingte und zugleich nachdenkliche Komödie mit Musik erzählt mit Witz und Temperament von Wohnkultur und von der Lebendigkeit, die in der Vielfalt steckt.

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