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Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
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Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
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UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
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Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
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Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Die Stadt der Besessenen

Ein Widertäuferspiel in drei Aufzügen
11D, 15H

In Leiden gescheitert und verjagt will Jan Bockelson, Prediger der Wiedertäufer, in Münster alles geben. Die Stadt soll das Zentrum der Wiedertäuferlehre, das neue Jerusalem werden. Dank seiner charismatischen Ausstrahlung findet Jan schnell zahlreiche Anhänger, unter ihnen Bürgermeister Tilbeke und Richter Ummergrove. So übernehmen die Wiedertäufer die Macht in Münster, der Bischof flieht, verspricht bewaffnete Rückkehr.

Ungestört predigt Jan den neuen Glauben, zu dem nur die „richtige“ Taufe befähigt. Wer sich nicht taufen lässt, wird aus der Stadt gewiesen, sein Besitz zum Allgemeingut erklärt. Das verschafft Jan große Popularität. Er lässt sich zum König von Münster krönen, erwählt sich einen Rat von 12 Propheten, mit denen er das neue Jerusalem regieren und auf die Ankunft Christi vorbereiten will. Den Widerstand durch Becker Matties ignoriert Jan ebenso wie den Hass, von Matties Begleiterin Divara. Sie sieht in Jan einen Abgesandten des Teufels.

Die durch König Jan verkündete Brüderlichkeit und Gleichheit bedingt den Umsturz der herkömmlichen Ordnung. Positionen, Stand und Abstammung zählen nicht mehr; alle Güter und Besitztümer werden zu Gemeineigentum erklärt. Dabei legitimiert Jan über die Gemeinschaft vor allem seine persönlichen Wünsche: Er begehrt Schwägerin Hille und schafft die Ehe ab. Einzig Divara verweigert sich ihm. Jan bestimmt, dass auch die Liebe nur eines Partners die Heirat erzwingen kann. In der Folge kann Jan, seine Propheten zu ähnlichen Gesetzen und ihrer Durchsetzung überreden. Doch die Anhänger sind verunsichert, es kommt zu Ausschreitungen und Entgleisungen. Jans Vision des neuen Menschen zerbricht. Schließlich rückt der Bischof mit Soldaten und Reitern in die Stadt ein, beendet den Spuk und das Stück.

Die Stadt der Besessenen bietet interessante Charaktere sowie eine packende, gedrängte Sprache von großer dramatischer Ausdruckskraft.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.