19.09.2837

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Theresa RebeckRebeck, Theresa

Theresa Rebeck, geboren 1958 in Kenwood, promovierte nach erlangen ihres Masters im Szenischen Schreiben über das viktorianische Drama. Seit über zwanzig Jahren verfasst sie Theaterstücke, die am Broadway sowie am Off-Broadway erfolgreich aufgeführt werden.

Neben ihrer Tätigkeit als Theaterautorin schreibt Rebeck auch Prosa sowie Drehbücher für Film und Fernsehen. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem "Edgar Award" der Mystery Writers of America, mit dem "National Theatre Conference Award" sowie mit dem "Award for Television: Episodic Drama", der seit 1962 jährlich von der Writers Guild of America verliehen wird. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Brooklyn.

 

Das Seminar

(Seminar)
Deutsch von Frank Heibert
2D, 3H
UA: 20.11.2011, John Golden Theatre New York
frei zur DSE

Ein Appartement an der Upper West Side, New York, vier junge Autorinnen und Autoren haben für 5000 Dollar ein Schreibseminar gebucht. Dass nicht nur Texte auf dem Spiel stehen werden, sondern auch Egos, Gefühle und die Träume der Zukunft, ahnt zu Beginn noch keiner und in Erwartung konstruktiver Kritik werden gleich zur Begrüßung die Ellenbogen ausgefahren.

Martin, lässt seinen Sprachobsessionen vollen Lauf und scheut sich nicht, die anderen permanent zurechtzuweisen. Izzy, womöglich eine gute Autorin, befeuert die Entscheidung "Text oder Verführung" eindeutig in Richtung Sex. Mit den Worten "Mich kotzen alle diese verklemmten Weiber an" präsentiert sie kurzerhand ihren nackten Oberkörper. Douglas, wie Martin an Izzy interessiert, kämpft gegen den langen Literatur-Schatten seines berühmten Onkels und muss sich gegen den Vorwurf verteidigen, Name-Dropping zu betreiben. Kate, die seit sechs Jahren an derselben Erzählung arbeitet, hängt an den Lippen ihrer Mentoren.

Kursleiter Leonard sucht in Krisengebieten Anschluss an die Realität. Auge in Auge mit Katastrophen, Armut und Gewalt, meint er zu wissen, wie relevante Texte entstehen. Erzählt ihm ein Todkranker aus der Gosse sein Leben, stellt sich für Leonard die Frage: "Warum bin ich der Empfänger dieser unglaublichen Megastory?" Und der Todkranke antwortet: "Weil du ein Autor bist. Du musst das aufschreiben. Es muss erzählt werden." Leonard sieht seine Aufgabe darin, die vier Schreiberlinge aus ihrem Traumzustand zu befreien. Er wählt die unsanfte Methode dauernder Verunglimpfung von Texten und Autoren, ständig kommt er vom Thema ab, statt konstruktiver Textkritik zielt er jeweils unter die Gürtlellinie der jungen Talente. Zurück bleiben Tabula rasa, wenige Funken Widerstand der Vernichteten und neue Beziehungsmuster.

Mit bösem Humor und knallharter Analyse porträtiert Theresa Rebeck eine Gruppe junger Talente, die zwischen Ambition und Selbstzweifel hin- und hergeworfen werden. Leonard, der selbstherrliche Lehrer, hat selbst schmerzhaft erfahren, wie bitter der Überlebenskampf sein kann in der Sphäre der Schönen Künste. Er stellt seine Schützlinge auf eine harte Probe. Nur, wer die übersteht, hat einen Hauch von Aussicht auf Erfolg.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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