Aktuelle Nachrichten

Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Sprengsätze

Ein Stück

3D, 3H

Zwei Menschen in den Vierziger verlieben sich ineinander. SIE ist Ärztin und kurz davor, sich zu verheiraten; ER verweigert jegliche Angaben zu seiner Identität. Ein Spiel um Wahrheit und Liebe beginnt.
Währenddessen beschäftigt die Öffentlichkeit eine Serie von Selbstmordattentaten. Ziel sind Orte, die zum Zeitpunkt der Anschläge menschenleer sind: Bürogebäude, Tankstellen, Geschäfte, Fernsehstudios. Keine Organisation übernimmt die Verantwortung. Die einzigen Opfer sind die Selbstmordattentäter, zwischen denen es aber keine Verbindung zu geben scheint. Bis auf eine: Alle hinterlassen eine Abschiedsbotschaft in Form eines kurzen Super-8-Films.
Die Verbindung der beiden Erzählebenen, die sich personell nicht berühren, ist äußerst geschickt geschrieben. Die Liebesgeschichte zwischen SIE und ER ist in seinen knappen und prägnanten Dialogen sehr gut erzählt. Es ist ein spannendes Spiel, in das sich irgendwann Ungeduld einschleicht, Wissen-wollen, vor allem weil SIE das Geheimnisvolle nicht aushält. Dagegengesetzt, die in díe Kamera erzählten Monologe der Selbsmordattentäter, in denen sie von ihrem gescheiterten Leben berichten. Diese Lebensbeichten sind allesamt sehr berührend, aufwühlend und höchst spannend. Und schnell versteht man als Zuschauer/Leser, daß diese Figuren etwas mit denen zu tun haben, von denen wir im Dialog von SIE und ER nebenbei erfahren. Eine große Qualität ensteht dadurch, daß der Autor in die Geschichte der Beiden geschickt Spuren, geheimnisvolle Anspielungen und (falsche?) Fährten einstreut und so das Ende offen gestaltet, man nicht erfährt, wer ER denn nun eingentlich wirklich ist und auch nicht wer SIE letztendlich ist.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch