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DSE: "Jasper in Deadland" am Theater für Niedersachsen Hildesheim
Am 19. Januar feiert das Theater für Niedersachsen in Hildesheim die...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Antigone" in Berlin und Dresden
Am 13. Januar wird Antigone in der Nachdichtung von Walter Jens in einer...

UA: "Fuckfisch" am Badischen Staatstheater in Karlsruhe
Am Badischen Staatstheater, Karlsruhe, ist am 26. Januar die Uraufführung von...

UA: "Kaltes Herz" von Volker Schmidt am Theater Phönix in Linz
Am 31.01.2019 hat Kaltes Herz von Volker Schmidt Uraufführung am Theater...

Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...


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Bild von Sofia FredénFredén, Sofia
© Bengt Wanselius 

1968 geboren, studierte Sofia Fredén bis 1989 Theaterwissenschaft an der Universität Göteborg und Filmwissenschaft an der Universität Stockholm. Nach der Beschäftigung mit der Semiotik des Theaters an der Universität Kopenhagen, ging Fredén von 1990 bis 1991 für ein Jahr an die Universität nach Massachusetts und studierte dort Schauspiel, Regie und Dramaturgie.
Ihre Studienzeit beendete Fredén 1995 am "Dramatiska Institutet", einer Universität für Film, Radio, Fernsehen und Theater in Stockholm, wo sie sich dem Schreiben für Theater und Fernsehen widmete.

Nach ihrem Studium schrieb sie zahlreiche Texte für das Theater, aber auch für Film und Radio. Ihre Theaterstücke wurden in ganz Schweden aufgeführt. U.a. im "Königlichen Dramatischen Theater" in Stockholm.
2005 erhielt sie für drei ihrer Stücke den Kritikerpreis für Kinder- und Jugendtheater: "Bara Barnet" (Only a Child), Königskinder (Rotten: The Life of a Princess) and "Solapan" (The Sun Monkey). Ihr Stück Ich male meinen Himmel orange feierte 2013 am "Örebro Länsteater" Premiere.
Sofia Fredén lebt in Stockholm und schreibt für das "Stockholmer Stadttheater".

 

Sie standen und starben

(Dom stod och dog)
Deutsch von Jana Hallberg
2D, 2H
UA: 12.01.2002, Stadsteater Uppsala
DSE: 28.02.2004, Theater Magdeburg Magdeburg

Das Stück der schwedischen Autorin Sofia Fredén wurde Anfang 2002 mit großem Erfolg im Rahmen des "Grüße aus dem Jetzt"-Festivals für junge schwedische Dramatik am Theater in Uppsala uraufgeführt. Ein merkwürdiges Bild der Stille und Einsamkeit: Ein Wald im Herbst, unweit der Stadt, ein Pärchen um die Dreißig sitzt vor seinem Wohnwagen und betrinkt sich mit billigem Wein. Sie fragen sich, ob sie betrunken genug sind, um miteinander reden zu können. Der zum Teil bruchstückhafte Dialog kreist um Beziehungsprobleme, doch das Gespräch gerät oft schon ins Stocken, wenn sich die Figuren um ein konsistentes Selbstbild bemühen. Fragen der Geschlechtsidentität und der Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft scheinen auf und kollidieren mit dem Versuch, Beziehungsprobleme losgelöst von gesellschaftlichen Ansprüchen zu durchschauen. Nur das Auftauchen zweier Fremder, in denen sich die eigenen Begehrensstrukturen und Selbstbilder spiegeln, unterbricht das Gespräch. Wenn am Ende des Stückes die Figuren einander versichern: "Du wirst mich nicht verlieren", zweifelt man, ob es sich hierbei um ein hoffnungsvolles Versprechen oder um eine Drohung handelt, welche die wechselseitige Abhängigkeit zweier Menschen zum Ausdruck bringt.