Aktuelle Nachrichten

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
Wir drücken die Daumen und freuen uns über die Nominierungen unserer Autoren...

Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Sofia FredénFredén, Sofia
© Bengt Wanselius 

1968 geboren, studierte Sofia Fredén bis 1989 Theaterwissenschaft an der Universität Göteborg und Filmwissenschaft an der Universität Stockholm. Nach der Beschäftigung mit der Semiotik des Theaters an der Universität Kopenhagen, ging Fredén von 1990 bis 1991 für ein Jahr an die Universität nach Massachusetts und studierte dort Schauspiel, Regie und Dramaturgie.
Ihre Studienzeit beendete Fredén 1995 am "Dramatiska Institutet", einer Universität für Film, Radio, Fernsehen und Theater in Stockholm, wo sie sich dem Schreiben für Theater und Fernsehen widmete.

Nach ihrem Studium schrieb sie zahlreiche Texte für das Theater, aber auch für Film und Radio. Ihre Theaterstücke wurden in ganz Schweden aufgeführt. U.a. im "Königlichen Dramatischen Theater" in Stockholm.
2005 erhielt sie für drei ihrer Stücke den Kritikerpreis für Kinder- und Jugendtheater: "Bara Barnet" (Only a Child), Königskinder (Rotten: The Life of a Princess) and "Solapan" (The Sun Monkey). Ihr Stück Ich male meinen Himmel orange feierte 2013 am "Örebro Länsteater" Premiere.
Sofia Fredén lebt in Stockholm und schreibt für das "Stockholmer Stadttheater".

 

Sie standen und starben

(Dom stod och dog)
Deutsch von Jana Hallberg
2D, 2H
UA: 12.01.2002, Stadsteater Uppsala
DSE: 28.02.2004, Theater Magdeburg Magdeburg

Das Stück der schwedischen Autorin Sofia Fredén wurde Anfang 2002 mit großem Erfolg im Rahmen des "Grüße aus dem Jetzt"-Festivals für junge schwedische Dramatik am Theater in Uppsala uraufgeführt. Ein merkwürdiges Bild der Stille und Einsamkeit: Ein Wald im Herbst, unweit der Stadt, ein Pärchen um die Dreißig sitzt vor seinem Wohnwagen und betrinkt sich mit billigem Wein. Sie fragen sich, ob sie betrunken genug sind, um miteinander reden zu können. Der zum Teil bruchstückhafte Dialog kreist um Beziehungsprobleme, doch das Gespräch gerät oft schon ins Stocken, wenn sich die Figuren um ein konsistentes Selbstbild bemühen. Fragen der Geschlechtsidentität und der Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft scheinen auf und kollidieren mit dem Versuch, Beziehungsprobleme losgelöst von gesellschaftlichen Ansprüchen zu durchschauen. Nur das Auftauchen zweier Fremder, in denen sich die eigenen Begehrensstrukturen und Selbstbilder spiegeln, unterbricht das Gespräch. Wenn am Ende des Stückes die Figuren einander versichern: "Du wirst mich nicht verlieren", zweifelt man, ob es sich hierbei um ein hoffnungsvolles Versprechen oder um eine Drohung handelt, welche die wechselseitige Abhängigkeit zweier Menschen zum Ausdruck bringt.