23.10.2017

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DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "NASSER #7Leben" von Susanne Lipp
Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

Rückblick: UA von Anja Hillings "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben"
Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...


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Bild von Bjarni Haukur ThorssonThorsson, Bjarni Haukur

Bjarni Haukur Thorsson ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Autoren Islands. Sein Stück Hi Dad! wurde mittlerweile in über 20 Ländern erfolgreich aufgeführt, in Deutschland inszeniert von Esther Schweins u. a. mit Kristian Bader. Das Nachfolgestück "The Grandad" lief zuletzt in einer von Karl Dall adaptierten Fassung unter dem Titel „Der Opa“ mehrere Jahre im deutschsprachigen Raum.


Weitere Informationen zu Bjarni Haukur Thorsson

 

Sendepause

(Off Air)
Ein Stück in vier Akten
Deutsch von Philipp Rona
2D, 2H
frei zur DSE

Joachim Gordon, genannt Joe, hat es sich in seinem Leben gemütlich gemacht. Früher war er erfolgreicher Musiker und Mädchenschwarm, nun bestreitet er nach einigen beruflichen und persönlichen Rückschlägen das Nachtprogramm eines lokalen Radiosenders. Er hat seine Musik und ansonsten seine Ruhe. Fünf Nächte die Woche ist er auf Sendung in der „Nachtschicht“, seinem kleinen Refugium, in dem er nahezu ungestört gegen das moderne Formatradio wettern und seine treue Zuhörerschaft zu guter Musik bekehren kann. Ansonsten sieht er kaum jemanden, das macht ihm aber nichts aus. Er kommt gut klar. Bis eine einzelne Nacht sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Erst spielt ihm die moderne Technik im Studio pausenlos Streiche. Dann steht unvermittelt ein junges Mädchen im Studio, das sich partout nicht abwimmeln lässt und seinen gewohnten Ablauf und nicht zuletzt auch seine Prinzipien durcheinanderbringt. Und schließlich taucht auch noch seine ehemalige große Liebe auf, die ihn vor langer Zeit verlassen hat. Ehemalige große Liebe? Bald wird klar, dass er die Trennung noch immer nicht richtig überwunden hat, dass alte Wunden wieder aufzubrechen drohen, neue hinzukommen werden. Über allem schwebt zudem ein Geheimnis, das nicht mehr ignoriert werden darf. So steht Joe unweigerlich vor der Wahl: Flüchtet er sich erneut in die Bequemlichkeit, die er für sich eingerichtet hat, oder stellt er sich endlich seiner Vergangenheit? Eine Entscheidung, die sein zukünftiges Leben nachhaltig verändern wird.

Der isländische Autor Bjarni Haukur Thorsson, hierzulande vor allem bekannt geworden durch seine Ein-Mann-Komödie Hi Dad!, hat mit Sendepause ein berührendes Stück über einen Mann geschaffen, der sich aus dem eigenen Leben zurückgezogen hat. Doch seine Vergangenheit zwingt ihn dazu, sich diesem erneut zu stellen. Thorsson gelingt es, urkomische, slapstickartige Szenen mit tragischen Momenten frei von Sentimentalität zu kombinieren und eine moderne Tragikomödie über die uralte Weisheit zu schaffen: Das Leben findet immer einen Weg.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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