20.09.2215

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Kosmidis, Paris

Paris Kosmidis ist Filmemacher und Theaterregisseur, Autor und Dozent. Er lebt in Frankfurt, wo er eine Bar betreibt.

 

Therese Raquin

Nach Emile Zola
2D, 4H
UA: 07.06.2014, Stadttheater Mödling

Thérèse lebt mit ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter in einer leidenschaftslosen und langweiligen bürgerlichen Ehe. Aus ihrem banalen Alltag versucht sie durch eine Affäre mit Laurent, dem besten Freund ihres Mannes auszubrechen. Die beiden schlafen regelmäßig miteinander im Ehebett von Thérèse und Camille, wenn dieser arbeitet. Ihre Affäre bleibt unentdeckt. Schließlich schmieden sie den Plan, den bornierten Camille zu töten, um ihre Beziehung endlich offen ausleben zu können und ihrem Glück nichts mehr im Wege steht.Ein Ausflug auf der Seine bietet die Gelegenheit. Laurent packt den überraschten Camille und schmeißt ihn nach kurzem Kampf ins Wasser. Camille kann nicht schwimmen und ertrinkt. Laurent inszeniert alles als einen schrecklichen Unfall. Weder die Polizei noch die Familie hegt den geringsten Verdacht, nach einem Jahr heiraten Thérèse und Laurent. Doch seit dem Mord läuft die Beziehung ganz anders als erwartet, es folgt ein stufenweiser Abstieg in die Hölle. Das Paar ist von Alpträumen und Gewissensbissen geplagt. Es folgt ein stufenweiser Abstieg in die Hölle, Verfolgungswahn und Halluzinationen machen das Leben der beiden unerträglich. Es kommt zu gegenseitigen Schuldzuweisungen und Gewalt. Die einst leidenschaftliche Beziehung endet in einem gemeinsamen Selbstmord.

Bereits mit 27 Jahren gelang Emile Zola mit seinem Roman Therese Raquin der literarische Durchbruch in Paris. 1873 adaptierte er den Roman zum gleichnamigen Theaterstück. Zola beabsichtigte laut seinem Vorwort zur 2. Ausgabe des Romans die Darstellung "der menschlichen Bestien" (brute humaine). Er schreibt außerdem in seinem Vorwort: "Ich habe bei diesen Tierwesen Schritt für Schritt dem dumpfen Sichauswirken der Leidenschaften zu folgen versucht, dem Schub des Instinktes, den Zerrüttungen des Gehirns im Gefolge einer Nervenkrisis. Die Liebesbeziehungen meiner beiden Helden sind die Stillung eines Bedürfnisses; der Mord, den sie begehen, ist eine Folge ihres Ehebruchs, welche Folge sie auf sich nehmen wie die Wölfe das Reißen von Schafen; kurzum, was ich als ihre Gewissensbisse habe bezeichnen müssen, das besteht ganz einfach in einer Verwirrung des Organismus, in einer Rebellion des bis zum Bersten angespannten Nervensystems. Die Seele ist völlig abwesend, das gestehe ich ohne Weiteres ein, weil ich es so gewollt habe."

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen