22.09.2018

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Éric-Emmanuel SchmittSchmitt, Éric-Emmanuel

Éric-Emmanuel Schmitt ist heute einer der weltweit meistgelesenen und meistgespielten französischsprachigen Autoren. 1960 geboren, wird der an der Pariser Elitehochschule École Normale Supérieure ausgebildete Lehrbeauftragte und Doktor der Philosophie zunächst als Theaterautor mit seinem Stück Der Besucher bekannt. Das Stück wird zu einem Klassiker im Repertoire von Theatern auf der ganzen Welt. Rasch schließen sich weitere erfolgreiche Stücke an. Gleichermaßen von Publikum und Kritik gefeiert, wird Schmitt für seine Arbeiten mit mehreren „Molière“ und dem „Grand Prix du Théâtre“ der Académie française ausgezeichnet. Seine Bücher liegen heute in dreiundvierzig Sprachen übersetzt vor, seine Stücke werden in über fünfzig Ländern regelmäßig aufgeführt. Auch für das Kino und als Opernübersetzer ist Schmitt erfolgreich. Éric-Emmanuel Schmitt lebt in Brüssel.

 

Tektonik der Gefühle

(La tectonique des sentiments)
Deutsch von Annette und Paul Bäcker
4D, 1H

In diesem Stück hat Schmitt die in Diderots Roman "Jacques der Fatalist und sein Herr" erzählte Episode der Madame de la Pommeraye aufgegriffen, die in Deutschland durch Schillers Übersetzung, die er unter dem Titel "Merkwürdiges Beispiel einer weiblichen Rache" veröffentlicht hatte, bekannt geworden ist. Anfangs wollte Schmitt die Originalerzählung Diderots für die Bühne adaptieren, doch schnell entstand im Verlauf dieser Arbeit eine sehr eigenständige, moderne Version dieser Geschichte, die alle Qualitäten aufweist, die die Bühnenwerke dieses Autors auszeichnen.
"Tektonik der Gefühle" ist bei Schmitt nun ein zwischen Tragödie und Komödie oszillierendes, fesselndes Porträt einer liebenden Frau, deren bedingslose Liebe in dem Moment, als sie sich nicht mehr wiedergeliebt glaubt, von einer Sekunde zur anderen in blindwütigen, zerstörerischen Haß umschlägt. Ein Stück, das in seiner spannenden Schilderung einer Liebe sowohl an Marivaux als auch an Choderlos de Laclos denken läßt: An Marivaux wegen der genauen, sensiblen und subtilen Zeichnung leidenschaftlicher Liebe, an Laclos wegen der Konsequenz perverser Manipulation, deren Opfer sie werden kann.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch