18.06.2018

Aktuelle Nachrichten

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...

Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...


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Fried, Erich

Erich Fried wurde am 6. Mai 1921 in Wien als Sohn eines Spediteurs und einer Grafikerin geboren. Er schrieb bereits als Gymnasiast und war Mitglied einer Kinderschauspieltruppe, bis 1938 die Deutschen einmarschierten. Der Vater wurde von der Gestapo ermordet, Fried konnte mit seiner Mutter nach London fliehen. In den Kriegsjahren hielt er sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser, schloss sich dem "Freien Deutschen Kulturbund" und "Young Austria" an. 1944 erschien sein erster Gedichtband, "Deutschland", im Exilverlag des österreichischen PEN. Nach dem Krieg arbeitete Fried als Journalist und politischer Rundfunk-Kommentator und begann sich als Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer einen Namen zu machen. 1963 schloss er sich der "Gruppe 47" an; in dieser Zeit entstanden die ersten Shakespeare-Übersetzungen.
Erst 1977 erhielt Fried den ersten namhaften Preis, den Prix International des Editeurs für sein Buch "100 Gedichte ohne Vaterland". Die großen Literaturpreise (Bremer Literaturpreis, Österreichischer Staatspreis, Georg-Büchner-Preis) erreichten Erich Fried erst als über 60-jährigen und lange Schwerkranken. Er starb am 22. November 1988.

Erich Fried war in der Zeit zwischen seinen ersten patriotisch-antifaschistischen Gedichten, die noch vor Ende des 2. Weltkriegs erschienen, und der erneuten lyrischen Produktivität mehr als zwölf Jahre später Übersetzer aus Passion und Handwerksinteresse. Die Arbeit bot ihm aber auch die Möglichkeit, sich tief in Vergangenheit und Gegenwart zweier Sprachtraditionen hineinzuhören, was ihn nicht zuletzt dazu befähigte, Wortklänge und Bedeutungsmöglichkeiten zu finden, die dem Text die Fremdheit nehmen und sich auf den heutigen Leser zubewegen, ohne von der alten Sprache zu lassen.
Seine Übersetzung ist ein Shakespeare für alle geworden, ein lesbarer und sprechbarer Shakespeare. Mit den 27 Texten Frieds liegt zweifellos eine der getreusten und zugleich schönsten modernen Shakespeare-Übersetzung vor.

 

... Und alle seine Mörder...

Ein Schauspiel
3D, 10H, Nebendarsteller