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Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Jean BouchaudBouchaud, Jean

Jean Bouchaud wurde 1936 in Marseille geboren. Später zog er nach Paris, um dort als Assistent im Architektenbüro, als Offiziersanwärter auf einem Handelsschiff der Compagnie Générale Transatlantique und als Angestellter bei einer Speditionsfirma zu arbeiten. Da er schon immer vom Schauspielerberuf begeistert war, meldete er sich bei der Charles-Dullin-Schule an, damals unter der Leitung von Jean Vilar. Anschließend wird er zur Prüfung der Ecole Supérieur de Théâtre (Rue Blanche) zugelassen. Parallel dazu nimmt er Schauspielunterricht bei Jacques Lecoq.

Er fängt sein Schauspielmetier in der damals sogenannten "theatralischen Dezentralisierung" an, in der er viele klassische Rollen spielt und mit Regisseuren wie Roger Planchon, Jean Vilar, Antoine Bourseiller, Jo Tréhard arbeitet. Nach einer beeindruckenden Rolle als Figaro in der "Hochzeit des Figaro" am Théâtre de l’Est Parisien beginnt Bouchaud für das Theater zu schreiben, und so entsteht "Les Caisses qu’est-ce?" am Théâtre de Caen, dann am Théâtre La Bruyère.

Von diesem Zeitpunkt an spielt, schreibt und inszeniert er ununterbrochen für Theater, Kino und Fernsehen. Einige seiner Stücke wurden mit Preisen ausgezeichnet, darunter "Le Gros oiseau" (Prix Courteline de la S.A.C.D.), Das Geschenk (Un drôle de cadeau, Prix des "U" und Prix de la Meilleure Création d’une Pièce francaise décerne par le Syndicat de la Critique).

 

Verregnete Weihnachten

(Noel au balcon)
Deutsch von Astrid Windorf
4D, 3H

Jérôme Le Moult ist eine durch und durch tragikomische Person. Angefangen bei seinem Nachnamen, der klingt wie das Muh einer treudoofen Kuh, über seine hoffnungslos ungeschickten Kontaktversuche bei alleinstehenden jungen Frauen bis zu seinem Job als Autor drittklassiger TV-Abenteuerserien ist bei ihm nichts so wie es sein sollte. Zu allem Überfluss steht jetzt auch noch Weihnachten vor der Tür.

Jérômes Haushälterin bittet ihn, ihren Säugling am Heilig Abend zu hüten, weil sie ein Rendezvous mit ihrem neuen polnischen Freund hat. Entrüstet lehnt er ab, kommt aber schon bald in die Situation, dass er ein Baby braucht: Die entzückende Vollwaise Ines, die er durch einen abstrusen Zufall kennen gelernt hat, hält ihn für einen rührenden alleinerziehenden Vater und möchte mit ihm und dem Baby das Fest der Liebe gemeinsam feiern.

Da Jérôme sich diesen trauten Abend mit Ines auf keinen Fall entgehen lassen möchte, die Haushälterin aber bereits andere Pläne hat, ruft er kurzerhand bei der Fürsorge an, um für Heilig Abend ein Kind "auszuleihen". Da er der Vertreterin der Fürsorge bei ihrem Besuch gestanden hat, dass er selbst keinen Vater mehr hat, schickt diese ihm statt eines Kindes einen störrischen Rentner zum Weihnachtsfest. Die von Jérôme, dem einfallslosen Drehbuchautor, selbst inszenierte Weihnachtsparty entwickelt sich zum Alptraum, aus dem er glücklicherweise bald wieder erwacht.

Jérôme klärt Missverständnisse und gutgläubige Vermutungen zu seinen Gunsten grundsätzlich nicht auf und lügt obendrein das Blaue vom Himmel herunter, um seine Ziele zu erreichen. Er ist hinterhältig und skrupellos, aber alles andere als geschickt. So empfindet man in dieser überdrehten Komödie trotz aller Lügen und Tricks schließlich auch noch Mitleid mit Jérôme und wünscht ihm, dass er – gegen alle Wahrscheinlichkeit – den Weihnachtsabend gemütlich mit Ines auf dem Sofa verbringen kann.

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