19.06.3332

Aktuelle Nachrichten

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...

Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...


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Bild von Brigitte AthéaAthéa, Brigitte

Die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Athéa (geb. 1957) lebt in Paris und Berlin. Nachdem sie an der Sorbonne Wirtschaftsspanisch studiert hatte, besuchte sie die Schauspielschule Charles Dullin und arbeitete am Théâtre Chaillot mit Tapa Sudana und Jean-Paul Denizon.
Sie schrieb für verschiedene Zeitungen und Radiosender, für die auch mehrere Hörspiele entstanden, u.a. "Parking en soul-sol" (1993), "Le Voleur de Rêves" (1994), "Chantier" (1996) und "Le Gardien du Phare" (1997). Ihre Einakter wurden mehrfach aufgeführt, meist in Eigeninszenierung der Autorin.
Brigitte Athéa schrieb Auftragsarbeiten für das Théâtre de la Minoterie in Marseille und die Compagnie Les Guetteurs d’Ombre in Clermont-Ferrand und war an dem Theaterprojekt "Phèdre Faust" beteiligt.

Stipendien

Stipendium des Centre National des Lettres (1997) und Studienaufenthalt am Centre National d´ Ecritures du Spectacle in La Chartreuse de Villeneuve-Lez-Avignon. Sie erhielt ein Förderungsstipendium vom Centre National des Lettres ( Juni 1997).
Im April 1998 Studien-Aufenthalt beim C.N.E.S (Centre d´ Ecritures du Spectacle) in La Chartreuse de Villeneuve-Lez-Avignon.

 

Die Versuchung der Landschaft (Landschaften in Bayern)

(La tentation du paysage [Paysages de Bavière])
Deutsch von Waltraud Boll
3D, 3H
UA: 1996, La Minoterie - Théâtre de la Joliette Marseille
frei zur DSE

Unter dem Blick einer "Frau aus dem Fenster" auf die Landschaft um den Starnberger See kommen nacheinander Figuren zum Vorschein – teils prototypisch für heutige Lebensformen, teils klar der Erinnerung entsprungen, teils dem Wissen nie erlebter Vergangenheit – und treten zueinander in einem seltsamen Geflecht in Beziehung.

Ludwig II., Elisabeth von Österreich, eine Malerin, ein glückloser Kunstkritiker, eine spanische Galeristin, ein Müßiggänger namens Max, ein junger spanischer Künstler, eine alte Frau, die Dachau überlebt hat. Ein verschlüsselter Albtraum entsteht, ein Rätsel um Wahrnehmung, Reflexion, Emotion, Zugehörigkeit und Zukunft.

Das zentrale Thema ist der Mensch, der umgeben von ungezählten abrufbaren Wissenstrümmern in einem fremden, aber zu sehr ausgeleuchteten Raum hadert. Die Autorin breitet einen inneren, menschlichen Raum aus, der missverständlich in Dialogen nach außen tritt. Er schlägt seltsame, verwirrte und traurige Kapriolen im Kopf des heutigen Menschen unter dem "ruhigen, unbeweglichen, erschreckenden" Horizont der bayerischen Landschaft aus Seen, Wäldern und Bergen. Der See, Sinnbild für den inneren Reichtum, führt ein Leben nebenher. Er glitzert in der untergehenden Sonne von Weitem wie ein Grabtuch.

Das Stück entstand während Brigitte Athéas Aufenthalt als artist in residence in der Villa Waldberta am Starnberger See.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.