23.07.9302

Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


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Aktuelle Premierenberichte
Globoschütz, Anton

Anton Globoschütz wurde am 28. August 1968 in Hannover geboren. Er studierte Germanistik und Anglistik in Bielefeld und begann 1993 als Schriftsteller zu arbeiten. 1993-1995 war er Pförtner an den Bühnen der Stadt Bielefeld, und seit 1995 ist er Mitarbeiter des Ausstellungsdienstes am Haus der Kunst in München.

 

Wir werden Weltmeister

11H, 2 komplette Fußballmannschaften
frei zur UA

"Fußball ist unser Leben" - ein wahrer Satz aus deutschem Munde. Zwei deutsche Nationalmannschaften ("Wir" und "unsere Gegner") stehen sich mitsamt ihren Präsidenten, Trainern, Masseuren und Fankurven gegenüber und spielen das Spiel ihres Lebens. Und bald wird deutlich: das ist nicht einfach nur ein Fußballspiel, das ist eine andere Form der Gesellschaftsbeschreibung. Das deutsch-deutsche Nationalspiel wird zur Metapher für die deutsche Nachkriegsgeschichte bis hin zur Gegenwart und legt den Zusammenhang zwischen historischer Entwicklung und Massenphänomenen offen.
In konsequenter Durchführung verlagert sich das Spiel vom Fußballplatz auf die Ränge der Fankurven, um schließlich im dritten Teil im Aktuellen Sportstudio zu enden, wo bekanntlich die entscheidenden Schlachten geschlagen werden.

Globoschütz hat einen Text ohne Dialog geschrieben, eine Art choreographische Performance-Anweisung. In seinem Stück mischt er den berichtend-kommentierenden Gestus der Sportberichterstattung, der die Dynamik des Spielverlaufs durch aufgepeitschte Rhetorik nachahmt, mit Phrasen und Floskeln aus dem Journalisten-, Politiker- und Umgangsdeutsch und mit verballhornten Fußballliedern. Entlarvt wird eine Art deutscher Nationalcharakter, der - ob Spieler oder Fan - nur in der Masse sein Glück findet, der nur im "Wir" "Ich" sein kann.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.