19.12.2018

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Little Voice
von Jim Cartwright und Philipp Löhle

Zwei Lügen, eine Wahrheit
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von Oliver Schmaering

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Nach Luft jagen
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Die Mitwisser
von Philipp Löhle

Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen
von Marcus Peter Tesch

Little Me
von Cy Coleman , Neil Simon und Carolyn Leigh

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von Henry Mason

Kopfkino
von Thomas Zaufke und Peter Lund

Kiss Me, Kate / große Fassung / Neubearbeitung Peter Lund
von Cole Porter , Bella Spewack und Samuel Spewack

King Kong Bonus Features
von Oliver Schmaering

Die Jüdin von Toledo
von Lion Feuchtwanger und Koen Tachelet

Jedermann - Ein Musical vom Sterbenlernen
von Peter Lund , Wolfgang Böhmer und Hugo von Hofmannsthal

Jasper in Deadland
von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster

In 80 Tagen um die Welt
von Tilo Nest und Hanno Friedrich

Im Gefängnis
von Monika Osberghaus und Thomas Engelhardt

Ich, Ikarus
von Oliver Schmaering

Ich werde nicht hassen
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Heiß auf 2. Liga
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Die ganze Welt in meinem Zimmer
von Sergej Gößner und Klaus Schumacher

Fuckfisch
von Juliette Favre

Fuckfisch
von Juliette Favre

Der Freischütz
von Carsten Golbeck

Frau Ada denkt Unerhörtes
von Martina Clavadetscher

Die Feuerbringer
von Tomer Gardi

Fallen
von Anna Gschnitzer

Die Eisbärin
von Eva Rottmann

Eine Weihnachtsgeschichte
von Philipp Löhle

Ein Amerikaner in Paris
von George Gershwin , Ira Gershwin und Craig Lucas

Effi
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Du springst, ich falle
von Maryam Madjidi

Das Dschungelbuch
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Das Mädchen Wadjda
von Haifaa Al Mansour

Brigitte Bordeaux
von Sergej Gößner

Das brandneue Testament
von Jaco Van Dormael und Thomas Gunzig

Big Republic
von Oliver Schmaering

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Adel verpflichtet (Musical)
von Rainer Bielfeldt , Anne X. Weber und Susanne Lütje

Adel verpflichtet
von Dogberry&Probstein


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Jordi GalceranGalceran, Jordi

Jordi Galceran, geboren 1964 in Barcelona, studierte Katalanische Philologie an der Universität seiner Heimatstadt. 1988 debütierte er als Dramatiker und bedient sich seitdem ebenso der spanischen wie der katalanischen Sprache. Einige seiner Stücke hat er selbst inszeniert oder als Schauspieler in ihnen mitgewirkt. 1995 gewann er für "Worte in Ketten" den XX. Premi Born de Teatre sowie 1997 den Kritikerpreis Serra d’Or für das beste katalanische Stück des Jahres. "Dakota" wurde 1995 mit dem Ignasi-Iglésias-Preis ausgezeichnet. Mit dem 2003 uraufgeführten Stück Die Grönholm-Methode, in dem er schonungslos die Mechanismen moderner Bewerbungsverfahren aufdeckt, erfolgte sein internationaler Durchbruch: Das Vierpersonenstück wurde seither in über 30 Ländern gespielt und unter dem Titel "Die Methode" verfilmt. Weitere seiner Theaterstücke sind "Surfen", "Flucht", "Paradies", "Karneval", "Cancun" und Reden mit Mama. Außerdem schrieb er in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Albert Guinovart ein Musical über den wohl berühmtesten Sohn seiner Heimatstadt: "Gaudí, ein Musical über Barcelona". Sein Stück Burundanga war im Juni 2012 in der spanischen Uraufführungsproduktion bei der Theaterbiennale am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Gastspiel zu sehen.

Neben seiner Tätigkeit als Theaterautor arbeitet Galceran als Übersetzer und Drehbuchautor und verfasst häufig Beiträge für La Vanguardia, eine führende Tageszeitung in Barcelona. Als Mitglied des katalanischen Künstlerkollektivs Germans Miranda veröffentlichte er mehrere Essaysammlungen. Regelmäßig schreibt er auch für das Fernsehen und versorgt dabei u. a. die populäre katalanische Soap Opera "Das Herz der Stadt" mit neuen Episoden, von denen mittlerweile über 1.500 ausgestrahlt wurden.

 

Das Wahrheitsserum (Burundanga)

Deutsch von Stefanie Gerhold
2D, 3H
UA: 29.06.2011, Teatro Maravillas Madrid
DSE: 31.12.2014, Mobiles Theater Bielefeld Bielefeld

Lügen haben kurze Beine und bringen den Lügner schnell ins Straucheln. Aber auch die Wahrheit kann für reichlich Hürden sorgen. Eigentlich möchte Berta nur die Treue ihres Freundes Manel testen. Sie ist schwanger, wovon er noch nichts weiß, und sie wiederum weiß nicht, ob er wirklich der Mann fürs Leben ist. Ihre Mitbewohnerin Silvia, praktisch veranlagt und Pharmazie-Studentin, kennt die Lösung: Burundanga, einfach, schnell und ohne Risiken. Das südamerikanische Wahrheitsserum wirkt immer und das Tolle ist, hinterher ist alles vergessen.

Mit schlechtem Gewissen nimmt Berta den Rat der Freundin an. Als sie Manel beim Bier vorm Fernseher auf den Zahn fühlt, erfährt sie allerdings mehr als ihr lieb ist: Unter dem Einfluss der Droge plaudert Manel nicht nur unbekümmert über seine zahlreichen Seitensprünge, sondern berichtet auch von seinem militanten Leben im Untergrund der baskischen Unabhängigkeitsbewegung ETA. Der Militant scheint dabei auch ein ziemlicher Dilettant zu sein. Zusammen mit Gorka, einem arbeitslosen Koch, bildet er das letzte Aufgebot der Terrororganisation: zwei stümpernde Aushilfsbombenleger, deren Entführungsopfer ihnen mit klugen Ratschlägen den letzten Nerv raubt. Denn der Industrielle Jaum, den die beiden Amateure des bewaffneten Widerstands am nächsten Tag in Bertas Wohnung anschleppen, ist nicht nur Silvias Onkel, sondern selbst ein ehemaliger Untergrundkämpfer, der die Republik gegen Franco verteidigt hat.

Jordi Galceran legt mit Das Wahrheitsserum (Burundanga) ein ziemlich schräges politisches Stück vor, das alles bietet, was eine gute Komödie ausmacht: überzeichnete Figuren, schnelle Dialoge, viel Situationskomik und die bewährten Mechanismen der Verwechslungskomödie. Das Wahrheitsserum (Burundanga) ist ein schnelles, feines Stück, das sich seinem großen und nicht ganz einfachen Thema auf entwaffnend leichte Weise nähert. Das Stück wurde im Juni 2011 in Madrid uraufgeführt. Im Juni 2012 war die katalanische Produktion aus Barcelona bei der Theaterbiennale am Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu Gast.

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