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SE: "Alles Liebe, Linda" am Theater Rigiblick, Zürich
Am 22.10. ist die Schweizer Erstaufführung von Alles Liebe, Linda am Theater...

Nominiert für den Deutschen Hörspielpreis: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Ruth Johanna Benraths Hörspiel GEH DICHT DICHTIG! ist für den Deutschen...

Ausgezeichnet! Deutscher Musical Theater Preis 2019
Wir freuen uns, dass unsere Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason und Peter Lund...

Hörspiel des Monats: "Baader Panik" von Oliver Kluck
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat Baader Panik von...

Rückblick: "Frau Ada denkt Unerhörtes" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Leipzig
Am 27. September war die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
Wir freuen uns, dass die Stücke unserer Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason,...

UA: "Die Bremer Stadtmusikanten" von Philipp Löhle am Theater Paderborn
Am 30. Oktober ist die Uraufführung von Philipp Löhles Die Bremer...

Neu: "müde wilde welt" von Johannes Hoffmann
In müde wilde welt zieht die heutige Leistungsgesellschaft ins Kinderzimmer...

UA: "Warte nicht auf den Marlboro-Mann" von Olivier Garofalo in Aalen
Am 19. Oktober ist die Uraufführung von Olivier Garofalos Stück Warte nicht...

DSE: "Der Sohn" am St. Pauli Theater, Hamburg
Am 21. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von Florian Zellers...

Neu: "Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B." von Roman Sikora
Als Herr B. noch lebte, war er auch schon keine große Nummer. Als...

Neu: "un.orte" von Johanna Kaptein
Einer, dem alles zu viel geworden ist. So viel, dass am Ende gar nichts mehr...

DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Am 21. September war die deutschsprachige Erstaufführung von Sally Potters...


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Wer sind Sie?

(Qui êtes vous?)
Deutsch von Birgit Leib
2D, 2H

"Wer sind Sie?" fragt die Mutter ihre eigene Tochter Audrey. Die Mutter leidet an Demenz, Alzheimer der 1. Stufe. Noch aber findet sie sich mit Hilfe der Tochter zuhause zurecht. Aber ihr Zustand verschlimmert sich, sie gleitet mehr und mehr in die Krankheit ab, obwohl sie in lichten Momenten noch über ihre Lebenskrise reflektieren kann.
Audrey hat ihren jüngeren Bruder kommen lassen, sie braucht seine Einwilligung, um die Einweiseung der Mutter in ein Pflegeheim vorzubereiten. Doch der behandelnde Arzt meint, diese Einweisung sei noch nicht nötig, obwohl er Zeuge wird, wie die Mutter bei der Untersuchung langsam der realen Welt entrückt, in ihre Vergangenheit taucht, ihren verstorbenen Mann, an den sie der Arzt erinnert, vor sich sieht, so wie sie ihn damals als Tochter des französischen Konsuls in Bombay kennengelernt hat.
In den 15 Szenen des Stückes entwickelt der Autor eine berührende Geschichte über diese Krankheit und wie alle Beteiligten darunter leiden, eine Geschichte, die anfangs irritiert ob der Sympathie, die die alte Dame ausstrahlt. Der Galgenhumor, der kraft der Pfiffigkeit dieser Figur durch das Stück galoppiert, macht Mut, mit Krisen dieser Art umzugehen, auch wenn hier die Erkrankte während des Stückes langsam aber sicher der Welt abhanden kommt.
Eine weitere Stärke des Stückes besteht darin, daß Lengliney die Mutter in ihren lichten Momenten als eine witzige, selbstironische Frau zeigt, bar jeder Sentimentalität, daß er die Demente trotz der im Stück fortschreitenden Krankheit in ihr eigenes Leben fallen und es sie so zum Schluss treffen läßt, bei ihrer "unfreiwilligen" Erkundungsreise ins eigene Ich. Das hat etwas Tröstliches und macht die Traurigkeit leicht.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch