26.02.2018

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Bild von Claudia TondlTondl, Claudia
© Felix Dietlinger 

Geboren 1980, aufgewachsen in Wien und Niederösterreich. Lehramtsstudium der Anglistik sowie Psychologie und Philosophie, Ausbildung zur Werbedesignerin, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und der Dramaturgie am iTi Internationales TheaterInstitut. Studiert Szenisches Schreiben im Rahmen des uniT-Lehrgangs FORUM Text 2016-2018.

Mit ihrem Stückentwurf "Entkörperung.Zwei.Null" wurde sie 2009 zum Retzhofer Dramapreis der eingeladen. Im selben Jahr erfolgte mit dem Stück leben lügen lagern die Teilnahme an Text trifft Regie, einem AutorInnenwettbewerb von uniT und dem Staatstheater Mainz, den sie gewann. Das Stück wurde im Juni 2010 am Staatstheater Mainz uraufgeführt.

Für ihre Arbeit an Zyklop oder eine phantasmagorische Reise zum dunklen Firmament erhielt sie 2010 das DramatikerInnenstipendium des bm:ukk und 2011 das DramatikerInnenstipendium der Stadt Wien. 2012 wurde sie zum Forum Junger Autoren im Rahmen der Theaterbiennale "Neue Stücke aus Europa" eingeladen und im Dezember 2012 erhielt sie für ihren Stückentwurf Wo verdammt ist Frau Wermes? das Peter Turrini-DramatikerInnenstipendium des Landes Niederösterreich. Die Uraufführung des Stücks erfolgte am Landestheater Niederösterreich 2015.

Mit dem Regisseur Martin Gruber und dessen aktionstheater ensemble arbeitet sie seit 2012 kontinuierlich an Stückentwicklungen. "Pension Europa" wurde für den NESTROY Beste Off-Produktion 2015 nominiert.


Weitere Informationen zu Claudia Tondl

 

Zyklop - oder eine phantasmagorische Reise zum dunklen Firmament

6 Darsteller (Besetzung variabel)
frei zur UA

"Durch mein Fenster ist etwas eingedrungen. Es bewegt sich in mir, beginnt zu rumoren, klumpt sich zusammen und drückt sich mir die Kehle hoch. Ich räuspere mich, huste, versuche zu schlucken, aber ich werde es nicht mehr los. Bald kitzelt es mich am Gaumen und reckt mich, ich würge, würge die Welt und die Welt würgt mich."

Finn leidet an Depression. Aber er weiß nichts davon. Stattdessen hält er sein Leben gerade noch aus – oder gerade eben nicht mehr. Der Bezug zwischen seiner inneren Verfasstheit und der äußeren Welt wird nur dann hergestellt, wenn Finn zu seinem Fotoapparat greift und vis-à-vis ein Schwarzweißbild von dieser Welt aufnimmt, das sich in seiner Erinnerung niederschreibt. Eines davon zeigt seinen Vater, der ebenfalls an Depression litt, ein anderes dessen Beerdigung. Dann ein Bild mit Kaffeerändern vom Kuchenessen bei der alten Frau Hartwig, die glaubt, dass das Leben weitergeht, aber immer noch gedankenversunken mit ihrem kürzlich verstorbenen Mann spricht. Ein Bild von einem Baum auf einem hohen Gipfel, dessen verschnörkelte Zweige über den Abgrund ragen – und das Bild eines Menschen, der einfach nur Finns Freund sein will.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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