20.07.2018

Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


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O'Reilly, Kaite

Kaite O’Reilly arbeitet international als Autorin, Mentorin und Dozentin. Seit den 90er Jahren publiziert und realisiert sie in der ganzen Welt Theaterstücke und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Neben ihren Theaterprojekten, die u.a. im Zuge der Olympischen Spiele 2012 Teil des offiziellen Festivals wurden, ist sie intensiv in den Diskurs der „disability studies“ eingebunden und veröffentlicht regelmäßig neue Studien. Darüber hinaus vollendete sie vor Kurzem ihren ersten Roman.


Weitere Informationen zu Kaite O'Reilly

 

Die 9 Fridas

(the 9 Fridas)
Deutsch von Martin Carnevali
mind. 5 Darsteller
UA: 05.09.2014, Taipei Arts Festival Taipei
frei zur DSE

Ein schwerer Verkehrsunfall platzt in die Träume der jungen Frida Kahlo. Um sich im Krankenbett die Zeit zu vertreiben, beginnt sie, Selbstportraits zu malen. Sie werden zu Ikonen der Kunstgeschichte.

"Ich male meine Wirklichkeit", sagt die Künstlerin im Text. Im Malen verarbeitet sie den lebenslangen Kampf gegen ihre körperliche und seelische Versehrtheit. Ihre Wunden werden nie vollständig verheilen. Ihr Leben ist ein Ringen um die Behauptung ihrer Existenz vor sich und ihrer Welt. Statt sich zu verstecken, zieht es sie hinaus: Den Körper will sie wie ein Pfau zur Schau stellen, den Rollstuhl integriert sie in ihre Bildkompositionen. Sie engagiert sich für den Marxismus und die kulturellen Traditionen ihres Landes. Ihren Drang nach Freiheit verteidigt sie gegen alle sozialen Restriktionen. In der traditionellen Mythologie der Maya sucht sie nach Antworten auf Fragen der eigenen Existenz, gespenstergleich zieht es sie zwischen Unter- und Oberwelt umher. Ihre Zweifel bündeln sich in der Frage: Ist sie tot und träumt vom Leben? Oder ist sie am Leben und träumt vom Tod?

Es war einmal ... Kaite O'Reilly entscheidet sich in Die 9 Fridas gegen das Modell der linear erzählten Biografie. Es würde dem Leben der Frida Kahlo nicht gerecht. Stattdessen schreibt sie ein komplexes Mosaik der vielen bekannten und weniger bekannten Facetten der Ausnahmekünstlerin. Wie ihr Leben ist die Sprache des Stücks von besonderer Körperlichkeit in Klang und Rhythmus bestimmt, muss beim Sprechen intensiv gekaut werden. Prägend für den Text sind weniger die chronologischen Eckpunkte ihres Lebens, als vielmehr das Zusammenspiel existentieller Motive, an denen sich ihr Kampf um das Leben festmacht. Frida Kahlo wird zur schillernden Ikone der Versehrten ausgerufen. Es geht um Kunst, Schmerz, Mut und Resignation, ihre Rolle als Frau und das Herausfordern sozialer Konventionen – und um ihre unbändige Liebe zur Freiheit.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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