17.11.5771

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"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Falk Richter inszeniert David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus am...

UA: "Nicobobinus oder Die verwegene Reise ins ferne Land der Drachen" am Theater der Jungen Welt, Leipzig
Am 17.11.2018 kommt Katrin Langes Stück Nicobobinus nach dem Roman von Terry...

Neu bei DESCH: "Zwei Lügen, eine Wahrheit" von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret
Am Abend des 27. Hochzeitstages macht Philippe den großen Fehler, seiner Frau...

Rückblick: "Hunger. Peer Gynt" am Deutschen Theater
Am 19. Oktober war die Premiere von Sebastian Hartmanns Inszenierung "Hunger....

Neu bei FBE: "Siri und die Eismeerpriaten" von Frida Nilsson
"Weißhaupt hat meine Schwester geraubt! Wir müssen sie zurückholen!" Aber...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...

Premiere: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Mit der Premiere von Die Jüdin von Toledo in der Bühnenfassung von Koen...

Neu bei FBE: "Du springst, ich falle" von Maryam Madjidi
In ihrem viel diskutierten, autobiografischen Debüt erzählt Maryam Madjidi...

Neu bei FBE: "Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund
Lennard kann sich nie entscheiden. Aber zumindest eine Sache hat er...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

UA: "Scham" am Theater Oberhausen
Am 30.11. wird Scham von Claudia Tondl am Theater Oberhausen uraufgeführt....

UA: "Adel verpflichtet" am Ernst Deutsch Theater in Hamburg
Am 29. November ist Uraufführung von Dogberry&Probsteins mörderisch schwarzer...

DSE: "Ein Amerikaner in Paris" am Landestheater Linz
Am 25. November findet am Landestheater Linz die Deutschsprachige...

"Mamma Macchiato" von Tom van Hasselt am Kammertheater Karlsruhe
Ein bisschen Prenzlauer Berg ist überall – so auch in Karlsruhe, wo am 23....

Premiere: "Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln
Am 23. November feiert das Schauspiel Köln die Premiere von Rheinische...

UA: "Die Verschwörerin" am Theater Basel
Joël Lászlós neues Stück Die Verschwörerin kommt am 2. November am Theater...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...


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Offenbach, Jacques

Jacques Offenbach, 1819 in Köln geboren, Cello-Schüler am Pariser Konservatorium, Orchestermusiker an der Opéra Comique, Kapellmeister am Théâtre Français, hat seine Pariser Theaterkarriere als erfolgreicher Theaterleiter und Komponist gekrönt. Mit seinen die "große Welt" und die "ewigen Werte" des zweiten französischen Kaiserreichs frech karikierenden Opéras-bouffes hat er eine Gattung begründet, die überall in Europa Anhänger und Nachahmer fand. Grundlage von Offenbachs Erfolge waren neben seinen mitreissenden, tänzerisch wirbelnden Melodien sicherlich auch sein Gespür für das Burlesk-Komische, für pikante Situationen und zeitgenössische Satire.

Orpheus in der Unterwelt (1858), Offenbachs erstes größeres Werk, offenbart dem Pariser Publikum, dass es in der Antike auch nicht viel anders zugegangen ist, als in der Gegenwart und beleuchtet den Bildungsstoff von einer durchweg heiter-amourösen Seite. Das Pariser Leben (1866) entwickelt ein Thema, das die Operettenwelt noch lange beschäftigen wird: Provinzler in der Metropole, ein unerschöpfliches Heiterkeitsmotiv mit Ewigkeitsanspruch. La Périchole (1868) und "Die Großherzogin von Gerolstein" (1868) parodieren einmal mehr die große Politik auf der kleinen Bühne der seit 1855 bestehenden Offenbach-Bühne "Bouffes-Parisiennes".

Ganz zum Schluss seiner Karriere konnte es selbst ein Jacques Offenbach nicht lassen und wandte sich der Oper zu. Das unvollendet hinterlassene Werk Hoffmanns Erzählungen resümiert ein Offenbachsches Thema, das auch in seinen Operetten zu verfolgen ist, die Entfremdung des modernen Menschen in einer dem Schein verfallenen Welt.

 

Die Banditen

Opéra-bouffe in 3 Akten
von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Musik von Jacques Offenbach
Textliche Neufassung: Klaus Eidam
UA:10.12.1869, Paris, Théâtre des Variétés
10D, 15H, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Schl, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 10.12.1869, Théâtre des Variétés Paris
UA der Neubearbeitung: Musikalische Komödie, Leipzig

Der junge Bauer Fragoletto ist von Falsacappas Banditen ausgeraubt worden. Dabei hat er sich in Fiorella, die Tochter des Räuberhauptmanns, verliebt und will ihretwegen der Bande beitreten. Sie hingegen findet Gefallen an Herzog von Mantua, den die Banditen aufgegriffen haben, und lässt ihn laufen.
Fragolettos erste Tat ist die Gefangennahme eines Kuriers. Durch ihn erfährt die Räuberbande, dass anlässlich der Vermählung des Herzogs von Mantua mit der Prinzessin von Granada eine Transaktion von drei Millionen stattfinden soll. Falsacappa marschiert zur Grenze, wo die beiden Gesandtschaften von Mantua und Spanien zusammentreffen sollen. Vorher tauscht er ein Bild der Prinzessin gegen das seiner Tochter aus.

Nachdem die Räuber beide Gesandtschaften überfallen und festgesetzt haben, ziehen sie mit Fiorella als Prinzessin an der Spitze an den Hof von Mantua. Als die "spanische Gesandtschaft" eintrifft, bemerkt der Herzog die Ähnlichkeit der Prinzessin mit dem Räubermädchen, doch Fiorella spielt ihre Rolle überzeugend. So kommt es zu einer denkwürdigen Verhandlung zwischen Finanzminister und Räuberhauptmann. Doch Mantuas Kasse ist leer. In diesem Augenblick treffen die echte spanische Gesandtschaft und Mantuas Gendarmen ein, die sich befreien konnten. Die Räuber werden festgenommen, Falsacappa muss mit dem Galgen rechnen. In Erinnerung an Fiorellas Hilfe zeigt sich der Herzog erkenntlich, begnadigt alle. Falsacappa wird dank seiner Erfahrung im Umgang mit Räubern zum Polizeihauptmann ernannt, seine Banditen zu Polizisten, und Fragoletto kann mit seiner Fiorella nach Hause gehen.

Die hier vorliegende Neufassung stellt weitgehend jenen Text wieder her, der für die Wiener Erstaufführung 1869 an vielen Stellen für die Zensur "entschärft" werden musste. Für die musikalische Seite dieser Fassung spricht, dass für die Neuherausgabe des Notenmaterials jene Originalpartitur zur Verfügung stand, aus der Offenbach selbst die Wiener Premiere dirigierte. Die für Offenbach ungewöhnliche Orchesterbesetzung und die reichen Ensembles mit Doppelchören rücken das Werk in die Nähe der Großen Oper. Die vorliegende Textfassung wurde u.a. von Harry Kupfer am Nationaltheater Weimar und an der Staatsoper Dresden inszeniert.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.