21.10.2018

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Knut Hamsun ist einer der interessantesten, aber auch umstrittensten...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
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"Großes Kino" und "Pointenfeuerwerk" - UA von Axel Ranischs "Nackt über Berlin"
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DSE: "Alles was Sie wollen" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière am Deutschen Theater in Göttingen
Am 11. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von Alles was Sie...

DSE: "Präsidenten-Suite" am Renaissance-Theater Berlin
Am 7. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von John T. Binkleys...

UA: "Wer ist Walter" von Ariane Koch am Theater Bonn
Am 5. Oktober wird Ariane Kochs Stück Wer ist Walter am Theater Bonn in der...

Ehrung für Volker Ludwig und Birger Heymann in Südkorea
In Seoul gab es für Volker Ludwig und Birger Heymann vor kurzem eine...

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Der 16-jährige Jasper liebt Agnes. Aber nach der entscheidenden ersten...

Premiere: "Frau Luna" am Stadttheater Ingolstadt
Am Stadttheater Ingolstadt ist am 20. Oktober die Premiere von Paul Linckes...

Premiere: "Kiss Me, Kate" an der Oper Graz
Am 20. Oktober hat Kiss Me, Kate von Cole Porter, Samuel Spewack und Bella...

Rückblick: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek uraufgeführt
Am 19. September war die Uraufführung von Effi von Oliver Schmaering und Kay...

Rückblick: "Ein Stein fing Feuer" am Staatstheater Nürnberg
"Wie das Staatstheater Nürnberg unter neuer Leitung begeistert" (BR): Mit...


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Bild von Michel ThibaudThibaud, Michel

Michel Thibaud arbeitete von 1982 bis 1993 als Regieassistent mit zahlreichen Regisseuren zusammen wie Christopher Frank ("Spirale", "Femme de Personne"), Claude Zidi ("Les sous Doués", "Inspecteur la bavure"), Robin Davis ("Le Choc") sowie Philippe Labro ("Rive Droite Rive Gauche"), Daniel Janot ("Le débutant") und Claude Pinoteau, mit dem er "La Boum – Die Fete" drehte, in der Hauptrolle die junge Sophie Marceau. 1994 zeichnete er bei Jean-Marie Poirés Film "Die Schutzengel" mit Gérard Depardieu und Christian Clavier zum ersten Mal als Second Unit Regisseur verantwortlich und leitete die Dreharbeiten in Hongkong. Ein Jahr später führte er Regie bei "Pourvu que ca dure" mit Emmanuelle Seigner. Nach seinem Kurzfilm "Faut pas rêver" folgten zahlreiche Videoclips, unter anderem "Era" für Eric Levi. Sein Film "Une p’tite dernière pour la route", bei dem er mit Guy Montagné, dem erfolgreichen französischen Comedien, zusammenarbeitete, wurde im Auftrag von TF1 produziert. Ihm schrieb er den Viktor Thur aus Ein perfekter Mann praktisch auf den Leib und gab ihm so die Möglichkeit, alle Register seines Könnens zu ziehen.

 

Ein perfekter Mann

(Un homme parfait)
Buch von Michel Thibaud
Musik von Frédéric Chateau
Deutsch von Germaine Franzmann
2D, 4H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: in Vorbereitung
UA: 18.01.2003, Théâtre de La Michodière Paris
frei zur DSE

Der ehemalige Fremdenlegionär Victor Thur ist seit einigen Jahren Besitzer des "Le Palast", einer Tankstelle in der absolut hintersten Provinz. Angeschlossen ist ein Hotel-Restaurant mit fünf Zimmern, wovon keines jemals vermietet wurde. Gerade hat ihn seine Frau verlassen, da sie die Schufterei und das erbärmliche Leben, das keinen Platz für Träume und Romantik lässt, satt hat. In ihrer Jugend arbeitete sie als Friseurin, und nun ist sie mit einem bekannten Starfigaro durchgebrannt. Ihre Tochter Emilie überrascht das überhaupt nicht, träumt sie doch selbst von einer solchen Karriere und einem besseren Leben. Ihr Freund dient ihr zwar als Frisurenmodell, hat aber sonst nicht viel mehr zu bieten als zwei linke Hände.

Victor entschließt sich an der großen Fernseh-Spielshow "Der ideale Ehemann" teilzunehmen, um seine Frau zurück zu erobern. Dazu muss er lediglich einen Fragebogen ausfüllen und mit Bild einschicken. Überraschenderweise erklärt ihn die Frauenjury zum Sieger und sein (Jugend-)Foto flimmert über den Bildschirm. Seine Probleme scheinen gelöst, doch die Freude währt nicht lange. Um am nächsten Abend den Gewinn von einer Million bei der Siegershow abholen zu können, muss Viktor dort auch eine ideale Ehefrau präsentieren. Während Viktor noch damit beschäftigt ist, eine solche zu suchen, holt die Vergangenheit den scheinbar so braven Tankwart in Form von alten Bekannten, die ihn im Fernsehen erkannt haben, ein. So taucht zum Beispiel seine Ex-Verlobte Betty Goldwyn, die er am Tag ihrer Hochzeit einfach hat sitzen lassen, unvermittelt auf. Auftragskiller, beauftragt von einem Mafiaboss, der eine alte Rechnung zu begleichen hat, sind ihm auf den Fersen und schließlich gibt es da noch einen Sohn, Stevie, dessen Existenz ihm bisher verborgen geblieben war.

Als die Killer Emilie, Luise sowie den Figaro und dessen Sohn als Geiseln nehmen, befreien sie Viktor und Stevie, der mehrere Identitäten zu besitzen scheint, heldenhaft. Aber die Verfolger geben sich noch nicht geschlagen. Bevor Viktor und die Seinen fliehen können, muss "Le Palast" verkauft werden. Doch wer kauft schon so einen alten Schuppen am Ende der Welt? Während Viktor im Krankenhaus liegt, um seine Verletzung, die er sich bei der Befreiungsaktion zugezogen hat, auszukurieren, wandelt der Rest der "Familie" "Le Palast" mit dem gewonnenen Geld in einen Nachtclub um und studiert eine Show ein. So sollen potentielle Käufer überzeugt werden, einen gutgehenden Club günstig zu ergattern. Viktor, über die Verwandlung wenig erfreut, entdeckt unter den Premierengästen den Mafiaboss. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als in eine andere Haut zu schlüpfen, um dieselbe zu retten. Kann er, der perfekte Mann, auch als Frau überzeugen?

Diese Komödie in zwei Akten von Michel Thibaud ist kein Theaterstück im herkömmlichen Sinn, sie entführt nach und nach ins Reich der Revue. Ein perfekter Mann ist Unterhaltung pur mit der Lust an Verwechslung und Verkleidung. Hier finden sich alle Elemente des Vaudeville wieder, wie zum Beispiel Intrigen, überraschende Wendungen, Lieder, unerwarteten Verwicklungen, Schadenfreude, Liebe, Eifersucht und Musik.

Ein perfekter Mann ist Michel Thibauds erstes Theaterstück. Es wurde neben Guy Montagné mit Jeane Manson am Théâtre La Michodière Anfang des Jahres in Paris uraufgeführt, erhielt begeisterte Kritiken und wird bereits in der kommenden Spielzeit an zahlreichen französischen Bühnen zu sehen sein.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.