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UA: "Die Bremer Stadtmusikanten" von Philipp Löhle am Theater Paderborn
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Guten Morgen, Herr Riese

Kinderstück mit Musik in drei Bildern
von Heinz Wunderlich und Toyo Tanaka
nach einer Erzählung von Oscar Wilde
Musik von Jasper Vogt und Edgar Schlepper
4D, 4H
UA: 27.11.1978, Theater für Kinder Hamburg

Paula, Plimm, Arpad und Tillmann haben einen wunderschönen Garten entdeckt. Frau Sonne gibt das Grundstück zum Spielen frei, denn der Eigentümer, ein Riese, ist seit langem verreist. Die Kinder richten sich im Garten ein, basteln aus einer Regentonne, Werkzeug und Früchten einen Riesen. Der Stellvertreter wird von den Kindern herzlich begrüßt. Gerade bedanken sie sich für die Gastfreundschaft, als der echte Riese zurückkehrt. Der hält nichts von Gastfreundschaft, verjagt die vier aus seinem Garten, stellt vorsorglich ein „Betreten verboten“-Schild auf.

Als die Kinder wieder einmal vorbeischauen, hat der Riese eine Mauer um seinen Garten gezogen. Neugierig schleichen sich die Vier hinein. Im Garten ist es unheimlich geworden. Trotz Frühling ist es hinter der Mauer kalt und dunkel; die Bäume sind kahl, Blumen und Vögel fehlen. Für die Kinder ist klar: Der Frühling hat Verbotsschild und Mauer gesehen und ist am Garten vorbeigegangen. Statt der Kinder erhält der nachdenklich gewordene Riese unangenehmen Besuch. Frau Schnee, Frau Frost und Herr Hagel sind auf der Flucht vor dem Frühling und besetzen kurzerhand den Garten. Sie zwingen den Riesen, die Mauer noch höher zu bauen.

Paula, Plimm, Arpad und Tillmann haben nun Mitleid und wollen dem Riesen helfen. Doch die Mauer ist zu hoch. Da erinnern sich die Kinder an die Bibelgeschichte über den Fall der Mauern von Jericho. Sie stimmen ein wahres „Feldgeschrei“ an. Es klappt: Ein Teil der Mauer stürzt ein, den Rest räumt der dankbare Riese weg, und der Frühling zieht beim Riesen ein. Mit Hilfe der Sonne werden die Winterlinge vertrieben. Erschöpft aber glücklich nimmt der Riese die Kinder in die Arme. Das Verbotsschild kommt weg.

Oscar Wildes Erzählung wurde in ein kindgerechtes Theater umgesetzt, bei dem die kleinen Besucher miteinbezogen sind. Die durchweg dankbaren und ausgewogenen Rollen können zum Teil auch von Kindern oder Jugendlichen übernommen werden.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.