24.03.2017

Aktuelle Nachrichten

"Prinzessin Nofretete" von Nico Dostal in Leipzig
Am 25. März stürzt sich die Musikalische Komödie Leipzig mit Prinzessin...

DSE: "Rose Rose Rose" am Theater der jungen Welt Leipzig
Roses Zimmer ist ein Labor. Experimente sind im vollen Gange. Wir sind in...

ÖEA: "Sofies Welt" beim Musical Frühling in Gmunden
Das erfolgreiche norwegische Autorenduo Øystein Wiik und Gisle Kverndokk...

UA: "Heimat ist kein Ort" von Olivier Garofalo am Théâtre National du Luxembourg
Olivier Garofalo hat sein Stück Heimat ist kein Ort im Auftrag des Théâtre...

Jubiläum: Der Komponist John Kander feiert 90. Geburtstag
Am 18. März feiert einer der ganz großen des Broadway, der Komponist John...

Joël László eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2017
Die Auswahl steht fest: Es freut uns sehr, dass Joël László mit seinem Text...

Neu bei FBE: "Dienstags bei Kaufland" von Emmanuel Darley
Immer dienstags kümmert sich Roberta um ihren Vater. Sie verbringt den Tag...

Neu bei FBE: "Ein Mann geht durch die Wand" von Michel Legrand und Didier van Cauwelaert
Herr Dutilleul ist ein recht gräulicher, aber doch sympathischer Postbeamter....

Neu bei DESCH: "Alles was Sie wollen" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière
Lucie ist 35 und bereits eine sehr erfolgreiche Autorin, doch nun hat sie...

Neu bei FBE: Jörg Menke-Peitzmeyer
Wir freuen uns sehr, Jörg Menke-Peitzmeyer neu in unserem Verlag vertreten zu...

Neu bei FBE: "Rock of Ages" von Christopher D'Arienzo
1987. Das Ende der grottigen Achtzigerjahre in Hollywood ist endlich...

Zum Wiederentdecken: "Mädi" von Robert Stolz, Alfred Grünwald und Leo Stein
Die Großstadt-Operette Mädi wurde 1923 in Berlin uraufgeführt. Komponiert von...


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Spoliansky, Mischa
Mischa Spoliansky wurde am 28. Dezember 1898 in Białystok, der Hauptstadt der gleichnamigen nordostpolnischen Woiwodschaft, die damals (bis 1919) unter...


Joachimson, Felix
Felix Joachimson (Felix Jackson) wurde am 5. Juni 1902 in Hamburg geboren. Musikalisch hochbegabt, wollte er zunächst Pianist und Komponist werden, wurde...


Schiffer, Marcellus
Marcellus Schiffer wurde am 20. Juni 1892 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zum Maler und Graphiker bei Emil...


 

Das Haus dazwischen

Ein Volksstück
Buch von Marcellus Schiffer und Felix Joachimson
Musik von Mischa Spoliansky
5D, 11H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: auf Anfrage
UA: 1932, Komödienhaus Berlin

Wie es ist, wenn ein gigantisches Bauunternehmen das Leben eines "kleinen" Mannes zur Hölle macht, muss Uhrmacher Knorr schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Schlimm genug, dass der Konzernriese ein überdimensioniertes Tanz- und Vergnügungs- Etablissement in Knorrs Vorgarten gesetzt hat. Doch nun fangen die Herrn Direktoren des City-Palastes auch noch an, seine Familie zu manipulieren. Und das alles nur, weil Knorr sein geliebtes Haus einfach nicht verkaufen will.

Knorr hängt nämlich sehr an diesem Haus. Schließlich haben hier drin schon sein Vater und sein Großvater gelebt und Kinder groß gezogen. Ja, und Kinder hat Knorr auch. Sieben an der Zahl und allesamt undankbar und respektlos wie Knorr findet. Sie fallen ihm in den Rücken und überreden die Mutter, Knorr zu verlassen und im City-Palast zu arbeiten, wo jedes von ihnen auch schon eine Anstellung besitzt. Soviel Hinterhältigkeit hat Knorr doch wirklich nicht verdient, schließlich liebt er sein Haus.

Dummerweise muss Knorr aber eines Tages feststellen, dass ihn auch sein Haus im Stich lässt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die Zeit ihren Tribut fordert und das alte Haus zusammenfällt. Der Putz an den Wänden beginnt schon zu bröckeln und die Decke in der Küche ist auch schon heruntergekommen. Da findet Knorr endlich einen Mitstreiter – seinen früheren Studienfreund Kuno. Er bestärkt Knorr darin, das Haus nicht zu verkaufen und will ihm helfen, die Situation durchzustehen.

Doch das passt Knorr gar nicht in den Kram. Ein schöner Freund ist das, der ihm rät eine Million Mark in den Wind zu schreiben und auf einem baufälligen Haus sitzen zu bleiben. Knorr ist außer sich vor Wut und verkauft noch am selben Tag. Was seine Frau und seine Kinder durch gutes zureden und Argumente nicht geschafft haben, wurde nun durch Kuno erreicht. Denn Knorr ist nicht etwa ein Mann, der an seine Prinzipien glaubt und dazu steht, sondern Knorr ist ein alter, knurriger Sturkopft, der immer auf kontra geht, egal, ob er damit Recht hat oder nicht. Doch wer jetzt glaubt, die Geschichte wäre damit schon zu Ende, der darf sich auf eine Überraschung gefasst machen.

Dieses musikalische Volkstück mit Buch und Text von Marcellus Schiffer wurde 1932 im Komödienhaus am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt und war ein voller Erfolg. Sogar Max Reinhardt war damals an der Inszenierung interessiert. Die beiden Hauptlieder "Vielleicht gewöhnt man, mit der Zeit, sich an die Zeit" und "Mutter, sie mal nach, ob das Haus noch steht" sind bis heute bekannt und spiegeln die Stimmung der Zeit wider.

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