22.09.6215

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Apel, Paul


Lothar, Mark
Mark Lothar wurde am 23. Mai 1902 in Berlin geboren. Von 1934 bis 1944 war der Wolf-Ferrari-Schüler unter der Direktion von Gustav Gründgens musikalischer...


Gründgens, Gustaf
Gustaf Gründgens, geboren am 22. Dezember 1899 als Gustav Arnold Gründgens, sammelte 1917 erste schauspielerische Erfahrungen, als er unter vorgetäuschter...


 

Hans Sonnenstößers Höllenfahrt

Ein heiteres Traumspiel in zwei Akten mit einem Vor- und einem Nachspiel
von Paul Apel
Neufassung von Gustaf Gründgens
Musik von Mark Lothar
5D, 6H, Komparsen
Orchesterbesetzung: auf Anfrage

Der junge Dichter Hans Sonnenstößer ist mit Else befreundet, die Filmschauspielerin werden möchte. Beide haben ihre beruflichen Ziele noch nicht erreicht. Hans will ohne Beziehungen ans Ziel kommen, sein Talent nicht vergeuden; Reklametexte sind eben unter seiner Dichter-Würde. Else sieht die Sache differenzierter, wenn auch nicht so pragmatisch wie der gemeinsame Freund und Schauspieler Albert, der nimmt, was eben kommt.

Hans und Else stellen fest, dass sie sich mit ihren Prinzipien im Weg stehen und trennen sich. Bald steht die Lösung vor Hans: Klavierschülerin Minchen Schmidt. Ihre wohlhabende Familie würde eine Verbindung sehr begrüßen, Hans nimmt eine Einladung zum Abendessen an. Vorher muss er schlafen.

Im Traum erlebt Hans den zukünftigen Alltag mit Familie Schmidt. Vater Hermann erzählt nichts als Nebensächlichkeiten; Mutter Emilie ist seine bedeutungslose Ergänzung. Minchens trivialer Bruder Gustav erweist sich als ebenso unerträglich wie Cousin Otto. Tanten-Schreckgespenst Pauline, Albtraum-Onkel Fritz und die schwatzende Cousine Ellen Müller komplettieren das Drama. Auch Minchen schnattert sobald Hans sich dem Schreiben widmen will. Ihm bleibt nur ein Ausweg: Er ersticht Minchen mit dem Brieföffner, vorauf der Bruder tot umfällt. Hans lässt fröhlich-befreit die Leichen hinauskehren.

Auch im Traum bleibt eine solche Tat nicht ohne Folgen. Der Mordprozess findet in einem Theater statt; Hans wird zum Tode verurteilt. Als er um Gnade bittet, wird die Todesstrafe in ein "Lebenslänglich mit Familie Schmidt" umgewandelt, worauf Hans um seine Hinrichtung bittet.

Als er erwacht ist klar: das Abendessen findet ohne Hans statt. Er ist von seinen Prinzipien kuriert, wird sein Leben in die Hand nehmen: mit Hilfe von Reklameversen und zusammen mit Else.

Das Stück ist staublos, ironisch-amüsant und zauberhaft-heiter. Übersteigerte Charaktere und groteske Situationen bieten Darstellern, Regie und Technik die Möglichkeit zu brillieren.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.