23.06.2017

Aktuelle Nachrichten

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Slowenische Erstaufführung: "Alle da!" von Anja Tuckermann in Ljubljana
Am 22. Juni findet am Mini Teater in Ljubljana die slowenische Erstaufführung...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

Wir trauern um Ulf Stark
Der schwedische Kinderbuchautor Ulf Stark ist am 12. Juni im Alter von 73...

Volker Ludwig feiert 80. Geburtstag
Wir gratulieren Volker Ludwig ganz herzlich zu seinem 80. Geburtstag!...

UA: "Die Analphabetin, die rechnen konnte" bei den Burgfestspielen Jagsthausen
Die Burgfestspiele Jagsthausen präsentieren am 10. Juni die Uraufführung von...

Privattheatertage in Hamburg: 13. bis 25. Juni
"Privattheater sind eine wichtige Säule in unserer Theaterlandschaft, sie...

Neu bei FBE: FALKNER
Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...

DSE: "Herbstrasen" von Eric Coble am Grenzlandtheater Aachen
Am 1. Juni bringt das Grenzlandtheater Aachen Eric Cobles Stück Herbstrasen...

Neu bei FBE: "Leben Lieben Listen" von Adam Barnard
"Du wirst sterben. Wir beide werden es." Jede Stimme sucht auf eine andere,...

Neu bei FBE: "Walter Nowak bleibt liegen" von Julia Wolf
Mit verblüffender erzählerischer Souveränität und großer Empathie zeichnet...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Willi Fährmann gestorben
Wir trauern um Willi Fährmann. Am 25. Mai starb der Kinder- und...


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Apel, Paul


Lothar, Mark
Mark Lothar wurde am 23. Mai 1902 in Berlin geboren. Von 1934 bis 1944 war der Wolf-Ferrari-Schüler unter der Direktion von Gustav Gründgens musikalischer...


Gründgens, Gustaf
Gustaf Gründgens, geboren am 22. Dezember 1899 als Gustav Arnold Gründgens, sammelte 1917 erste schauspielerische Erfahrungen, als er unter vorgetäuschter...


 

Hans Sonnenstößers Höllenfahrt

Ein heiteres Traumspiel in zwei Akten mit einem Vor- und einem Nachspiel
von Paul Apel
Neufassung von Gustaf Gründgens
Musik von Mark Lothar
5D, 6H, Komparsen
Orchesterbesetzung: auf Anfrage

Der junge Dichter Hans Sonnenstößer ist mit Else befreundet, die Filmschauspielerin werden möchte. Beide haben ihre beruflichen Ziele noch nicht erreicht. Hans will ohne Beziehungen ans Ziel kommen, sein Talent nicht vergeuden; Reklametexte sind eben unter seiner Dichter-Würde. Else sieht die Sache differenzierter, wenn auch nicht so pragmatisch wie der gemeinsame Freund und Schauspieler Albert, der nimmt, was eben kommt.

Hans und Else stellen fest, dass sie sich mit ihren Prinzipien im Weg stehen und trennen sich. Bald steht die Lösung vor Hans: Klavierschülerin Minchen Schmidt. Ihre wohlhabende Familie würde eine Verbindung sehr begrüßen, Hans nimmt eine Einladung zum Abendessen an. Vorher muss er schlafen.

Im Traum erlebt Hans den zukünftigen Alltag mit Familie Schmidt. Vater Hermann erzählt nichts als Nebensächlichkeiten; Mutter Emilie ist seine bedeutungslose Ergänzung. Minchens trivialer Bruder Gustav erweist sich als ebenso unerträglich wie Cousin Otto. Tanten-Schreckgespenst Pauline, Albtraum-Onkel Fritz und die schwatzende Cousine Ellen Müller komplettieren das Drama. Auch Minchen schnattert sobald Hans sich dem Schreiben widmen will. Ihm bleibt nur ein Ausweg: Er ersticht Minchen mit dem Brieföffner, vorauf der Bruder tot umfällt. Hans lässt fröhlich-befreit die Leichen hinauskehren.

Auch im Traum bleibt eine solche Tat nicht ohne Folgen. Der Mordprozess findet in einem Theater statt; Hans wird zum Tode verurteilt. Als er um Gnade bittet, wird die Todesstrafe in ein "Lebenslänglich mit Familie Schmidt" umgewandelt, worauf Hans um seine Hinrichtung bittet.

Als er erwacht ist klar: das Abendessen findet ohne Hans statt. Er ist von seinen Prinzipien kuriert, wird sein Leben in die Hand nehmen: mit Hilfe von Reklameversen und zusammen mit Else.

Das Stück ist staublos, ironisch-amüsant und zauberhaft-heiter. Übersteigerte Charaktere und groteske Situationen bieten Darstellern, Regie und Technik die Möglichkeit zu brillieren.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.