20.08.2017

Aktuelle Nachrichten

Oscar Straus
Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

Neu bei FBE: "Neonazi" von Timo F.
Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

Neu bei FBE: FALKNER
Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

Neu bei FBE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot
Die neunjährigen Sabah und Romain kommen aus verschiedenen Welten, aber...

DSE: "Entweder … oder?" am Phosphor-Theater Aachen
Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...


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Bild von Volker LudwigLudwig, Volker
Foto: Urbschat 

Volker Ludwig, geboren 1937, veröffentlichte schon während seines Studiums der Germanistik und Kunstgeschichte in Berlin und München Kurzgeschichten und Satiren sowie Chansons und Sketche für Funk und Kabaretts („Stachelschweine“, „die bedienten“, Studentenkabarett).

Seit 1962 ist Ludwig freier Schriftsteller. Er schrieb die Texte für die Fernsehserie "Hallo Nachbarn" und zahlreiche Fernseh-Shows sowie Kabaretts ("Bügelbrett", "Wühlmäuse", "Kom(m)ödchen", für Wolfgang Neuss u. a.). 1965 erfolgt die Gründung des "Reichskabarett Berlin", für das er Haupttexter von acht Programmen bis 1971 war. 1966 gründete er das "Theater für Kinder im Reichskabarett", seit 1972 Grips Theater genannt, das er bis heute leitet und das eines der wichtigsten Kinder- und Jugendtheater in Deutschland ist.

Volker Ludwig ist Autor von mehr als 30 Stücken, die in über 40 Sprachen übersetzt international gespielt werden. Dazu zählen die 1986 uraufgeführte musikalische Revue Linie 1, die bis heute als erfolgreichstes deutsches Musical gilt, und Ab heute heißt du Sara wie auch die beiden legendären Kinderstücke Bella, Boss und Bulli und Max und Milli. Seit 2001 ist Volker Ludwig Vizepräsident des Internationalen Theaterinstituts in Deutschland, zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen u. a. der Mülheimer Dramatikerpreis (für Linie 1), die Carl-von-Ossietzky-Medallie der Internationalen Liga für Menschenrechte, das Bundesverdienstkreuz, der ASSITEJ Preis 2003 und der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2008.

 

Himmel Erde Luft und Meer

Theaterstück für Menschen ab neun Jahren
von Volker Ludwig
mit Musik von Michael Brandt
3D, 3H
Orchesterbesetzung: 2 Musiker
UA: 08.12.1990, Grips Theater Berlin

Im Mittelpunkt steht Anna, ein Mädchen aus dem Dorf Krätze bei Bitterfeld. Anna hat einen "seltsamen" Geschmack. Schrumpelkohl und Äpfel aus dem Bioladen schmecken ihr besser als Fleisch und hochglanzgewachstes Obst aus dem Supermarkt. Wie andere das absolute Gehör, so hat Anna eine Giftspürnase und kann aus allen Lebensmitteln die Schadstoffe herausschmecken. Solche Fähigkeit läßt sie aktiv werden. Gegen Verpackungsmüll, Waschmittelzwang und Autotick formiert sich die Anna-Bande. Die Presse: 'Jedes neue Gripsstück ist das schönste. Klar, im nachhinein war dann eins doch mal gewichtiger als ein anderes, aber das Wunder des Grips besteht darin, daß es seit Jahrzehnten ohne jeden Kunstkrampf, ohne neueste Maschen auskommt und doch nie routiniert wirkt. Seine neueste Masche ist und bleibt die Aufklärung ohne Wenn und Aber. Die Inszenierung und der Text wirken so "klassisch", daß das Stück auch vor fünf oder zehn Jahren hätte gespielt werden können, sieht man mal von kleinen Aktualisierungen ab. Klassisch aber auch im Sinne einer vollendeten Leichtigkeit, die einem Peter Brook auch nicht besser gelingen kann.'