24.08.9197

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Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

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Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
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Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
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Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...


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Bild von Paul BurkhardBurkhard, Paul

Der 1911 in Zürich geborene Paul Burkhard begann seine Theaterlaufbahn nach Abschluss des Konservatoriums als Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater Bern, wurde aber bald als Leiter der Musikabteilung ans Zürcher Schauspielhaus berufen.

Als 24-jähriger schrieb er seine erste Operette Hopsa ganz im Stil der zeitgenössischen Revue-Operetten, ehe er 1939 mit dem Schweizer Mundartstück "Der schwarze Hecht" überregional auf sich aufmerksam machte. 1950 erlebte das Stück in der Bearbeitung von Erik Charell unter dem Titel Das Feuerwerk seine Aufführung am Münchner Gärtnerplatz-Theater und verschaffte Burkhard, nicht zuletzt dank des Chansons "Oh, mein Papa", den endgültigen Durchbruch und weltweite Berühmtheit. Allein das "abendfüllende Chanson" Das Feuerwerk wurde bis heute in über 40 Sprachen übersetzt.

Daneben entstanden die komische Oper "Casanova in der Schweiz" (1942), Tic-Tac (1946), "Die Weibermühle" (1951), "Spiegel, das Kätzchen" (1956) nach der Novelle Gottfried Kellers, Die Pariserin (1957) und Bunbury (1965) nach Oscar Wildes Komödie. An den überwältigenden Erfolg von Das Feuerwerk konnte er mit diesen Werken allerdings nicht mehr anknüpfen.

Nach Aufgabe seiner Tätigkeit als Dirigent und Leiter des Studioorchesters des Radio Beromünster zog er sich in das schweizerische Zell im Kanton Zürich zurück, um sich kirchlichen Werken und religiösen Spielen zu widmen: "Die Zeller Weihnacht", "Die Zeller Ostern", "Sieben Stufen des Lebens" u.a. Am Ende seines Lebens kehrte er noch einmal zu der Gattung zurück, die er aus dem Geiste des Chansons zu erneuern gehofft hatte, zur Operette.

Die Uraufführung seines letzten und von ihm selbst als sein "liebstes Kind" bezeichneten Werkes, "Regenbogen", erlebte er indessen nicht mehr. Paul Burkhard starb am 6. September 1977. Die Uraufführung des Stückes fand am 30. November 1977 in der Basler Komödie statt.

 

Die kleine Niederdorf-Oper

Musikalisches Lustspiel in drei Akten
Buch von Walter Lesch
Neufassung von Max Rüeger und Werner Wollenberger
Musik von Paul Burkhard
5D, 9H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Klar, Akk (Git), Kl I, II, Kb (Git); Kl hinter der Szene
UA: 31.12.1951, Schauspielhaus Zürich

Die in schwyzerdütsch verfasste Handlung parodiert Elemente kabarettistischer Kleinkunst vor dem Hintergrund einer buffonesken Kriminal- und operettenhaften Liebesgeschichte.

Ruthli, die Tochter der Familie Baumann, steht kurz vor ihrer Verlobung mit dem Polizisten Bruno. Ihr Vater verkauft einem jungen Mann ein erotisches Magazin, der gibt dafür eine vermeintlich billige Perlenkette in Zahlung. Aufgeregt erwartet die Wirtin vom "Lämmli" ihre "international renommierten" Künstler Olly Moreen und André, in den sich Ruthli während eines früheren Gastspiels verliebt hat. Die Gauner Zungen-Miggel, Räuber-Seppli und Bunker-Willy haben eine Perlenkette gestohlen, die sie für ein paar Tage loswerden wollen. Da André ihnen noch einen Gefallen schuldet, muss er die Kette an sich nehmen.

Auf der Probe luchst Olly André die Kette ab. Ruthli verkündet André ihre Verlobung. Eigentlich ist sie noch immer in ihn verliebt. Die eifersüchtige Olly wirft André die Perlenkette vor die Füße. In seiner Verlegenheit redet der Charmeur André Ruthli ein, die Perlenkette sei für sie bestimmt gewesen. In der Abendvorstellung im "Lämmli" treffen Kleinbürger, Künstler, "übel beleumundete" Damen, abenteuerlustige Jungmänner, Provinzler, die Gauner und die Obrigkeit aufeinander. Die Handlung kulminiert.

Auf die Frage ihrer Mutter, woher sie die Kette habe, gibt Ruthli Bruno an, der kurze Zeit später auf der Suche nach der gestohlenen Kette das Lokal betritt. Ruthli entflieht der peinlichen Situation. Als das Licht aus geht, kann auch André, der in Verdacht steht, die Kette gestohlen zu haben, flüchten.

Erst langsam kommt Licht in die Sache. Der Juwelier hat die echte Perlenkette der Auslage gegen eine Imitation ausgetauscht, die die Räuber zu ihrer Schande als echte gestohlen haben, während der junge Mann sich als Enkel des Bestohlenen erweist. Er hat die echte Kette als Imitation gesehen und an sich genommen, um einmal etwas zu erleben. Ruthli hat also die ganze Zeit die falsche Kette gehabt, ihr Vater unwissentlich die echte.

Ruthli und André kommen aus ihrem Versteck hervor. André hat Ruthli, im Grunde genommen zu ihrer Erleichterung, gestanden, dass es mit ihrer "großen" Liebe aus ist. Er versöhnt sich mit Olly, Ruthli mit Bruno und so können die Turbulenzen des Tages und der Nacht in die gewohnt ruhigen bürgerlichen Bahnen zurückgelenkt werden.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.