23.10.2018

Aktuelle Nachrichten

Neu bei DESCH: "Ramses II." von Sébastien Thiéry
Elisabeth und Jean erwarten den Besuch ihrer Tochter Benedicte und ihres...

Premiere: "Hunger. Peer Gynt" nach Knut Hamsun und Henrik Ibsen am Deutschen Theater Berlin
Knut Hamsun ist einer der interessantesten, aber auch umstrittensten...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...

"Großes Kino" und "Pointenfeuerwerk" - UA von Axel Ranischs "Nackt über Berlin"
Die Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin war am 16....

Neu bei FBE: "Serverland" von Josefine Rieks
Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher...

DSE: "Alles was Sie wollen" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière am Deutschen Theater in Göttingen
Am 11. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von Alles was Sie...

DSE: "Präsidenten-Suite" am Renaissance-Theater Berlin
Am 7. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von John T. Binkleys...

UA: "Wer ist Walter" von Ariane Koch am Theater Bonn
Am 5. Oktober wird Ariane Kochs Stück Wer ist Walter am Theater Bonn in der...

Ehrung für Volker Ludwig und Birger Heymann in Südkorea
In Seoul gab es für Volker Ludwig und Birger Heymann vor kurzem eine...

Neu bei FBE: "Jasper in Deadland" von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster
Der 16-jährige Jasper liebt Agnes. Aber nach der entscheidenden ersten...

Premiere: "Frau Luna" am Stadttheater Ingolstadt
Am Stadttheater Ingolstadt ist am 20. Oktober die Premiere von Paul Linckes...

Premiere: "Kiss Me, Kate" an der Oper Graz
Am 20. Oktober hat Kiss Me, Kate von Cole Porter, Samuel Spewack und Bella...

Rückblick: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek uraufgeführt
Am 19. September war die Uraufführung von Effi von Oliver Schmaering und Kay...

Rückblick: "Ein Stein fing Feuer" am Staatstheater Nürnberg
"Wie das Staatstheater Nürnberg unter neuer Leitung begeistert" (BR): Mit...


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Aktuelle Premierenberichte
 

Gilbert, William Schwenck
Als Sohn eines Marinearztes wurde William Schwenck Gilbert am 18. November 1836 in London geboren. Als kleiner Junge zeigte er bereits großes Interesse für...


Sullivan, Arthur
Arthur Sullivan, geboren am 13. Mai 1842 in London, ist heute in erster Linie als Komponist der "Gilbert and Sullivan Comedy Operas" berühmt. Dabei ist er zu...


 

Matrosenliebe

(H. M. S. Pinafore)
Operette
von William Schwenck Gilbert
Musik von Arthur Sullivan
Deutsch von Charles Lewinsky
3D, 8H, Chor
Orchesterbesetzung: auf Anfrage
UA: 25.05.1878, Opera Comique London

Die Handlung spielt an Bord "Ihrer Majestät Schiff Pinafore" im Hafen von Portsmouth im Jahre 1870. Josephine, die Tochter von Kapitän Corcoran, wird von zwei Männern geliebt: von dem einfachen Matrosen Ralph und von Sir Joseph Porter, dem Chef der Admiralität. Ralph wird von Josephine erhört, Sir Joseph von ihrem Vater. In dieser aussichtslosen Situation beschließt Ralph, seine Geliebte zu entführen. Der Plan misslingt. Geistesgegenwärtig rettet Ralph die Situation, indem er der verblüfften Schiffsmannschaft, dem Kapitän und dem Admiral verkündet "I am an Englishman!" Seine angebetete Josephine kann er trotz dieses mannhaften Appells an die nationale Rührung leider nicht erringen.

Da hilft nur eines: das Schicksal. Es tritt in der Person der Gemischtwarenhändlerin Mrs. Crips, genannt Little Buttercup, im gerade richtigen Moment in Erscheinung. In ihrer früheren Tätigkeit als Amme hat sie Ralph und Kapitän Corcoran zur gleichen Zeit Grundnahrungsmittel zugeführt und dabei – leider, leider – die Babys vertauscht. Ralph entstammt einer vornehmen Familie, Corcoran aus plebejischen Verhältnissen. Sir Joseph, ganz auf Etikette bedacht, macht den Tausch umgehend rückgängig, ernennt Ralph zum Kapitän und degradiert Corcoran zum Matrosen. Zudem verzichtet Sir Joseph auf Josephine und überlässt diese Ralph, während er sich selbst an einer Cousine schadlos hält und Corcoran Mrs. Crips heiraten darf.

Gilbert und Sullivans "Nautic Comic Opera" ist eine Satire auf Nationalstolz, militärische (Im-)Potenz, Klassen- und Standesbewusstsein, Pomp und Tradition, Thron und Alter. Ewige Werte verlieren in alltäglichen Katastrophen ihre Bedeutung, die ironische Musik Sullivans erschließt dem Geschehen einen hintergründigen Sinn.