19.02.2018

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke

Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
von Kaite O'Reilly

Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
von Arna Aley

Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

American Hotel
von Sara Stridsberg

Lass dich sein
von Arne Lygre

Dienstags bei Kaufland
von Emmanuel Darley

Begleiterscheinungen
von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Vor dem Entschwinden
von Florian Zeller

Rasputin
von Paul Graham Brown

Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
von James Matthew Barrie , Leonard Bernstein und Erich Kästner

Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Adolphe AdamAdam, Adolphe

Adolphe Charles Adam wurde am 24. Juli 1803 in Paris geboren. Die Voraussetzungen für seine musikalische Laufbahn wurden durch Adams Vater gelegt, der als Professor am Pariser Konservatorium lehrte und sich stark für die musikalische Ausbildung seines Sohnes engagierte. Zu seinen Lehrern zählten u.a. Anton Reicha und François Adrien Boieldieu. Letzterer erkannte das kompositorische Talent des jungen Adam und nahm ihn in seine Kompositionsklasse auf. Bevor er sein erstes Bühnenwerk schrieb, wurde er vor allem durch Transkriptionen beliebter Opernmelodien sowie freies Phantasieren auf der Orgel und dem Klavier bekannt. Im Alter von 26 Jahren schrieb er seine erste Oper "Pierre et Cathérine", die 1829 an der Opéra-Comique aufgeführt wurde. Daraufhin schuf er innerhalb von nicht einmal zwei Jahren fünf weitere Opern, meist im Stil der opera buffa.

Dies war der Beginn einer langen Reihe von Erfolgswerken, die sich über die nächsten 25 Jahre erstreckte. Zu nennen sind insbesondere Der Postillon von Lonjumeau (1836), das Ballett "Giselle" (1841) und die Oper "Wenn ich König wär" (Si j'étais roi, 1852). Aufgrund von Streitigkeiten mit dem Direktor der Opéra comique eröffnete Adam 1847 ein eigenes Theater, das allerdings den Revolutionswirren zum Opfer fiel und bereits ein Jahr später geschlossen werden musste. Er übernahm daraufhin die Professur seines verstorbenen Vaters am Konservatorium in Paris, wo er bis zu seinem Tod am 3. Mai 1856 tätig war. Insgesamt komponierte Adolphe Adam 53 Opern und Ballette.

 

Der Postillon von Lonjumeau

(Le postillon de Lonjumeau)
Komische Oper in drei Akten
von Adolphe de Leuven und Léon-Lévy Brunswick
Musik von Adolphe Adam
Erneuert von Karlheinz Gutheim
2D, 4H, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Pk, Schl, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 13.10.1836, Opéra-Comique Paris
DSE: 03.06.1837, Königliche Hofoper Berlin
EA der Neufassung: 22.03.1956, Bayerische Staatsoper / Theater am Gärtnerplatz

In die Hochzeitsfeierlichkeiten des Postillion Chapelou mit der jungen Postwirtin Madeleine platzt der Marquis von Corcy, Intendant der Pariser Großen Oper, der auf seiner Entdeckungsreise nach schönen Tenorstimmen mit seinem Wagen einen Unfall gehabt hat. Als Chapelou sein berühmtes Postillionslied auf Wunsch der Hochzeitsgesellschaft singt, wird der Marquis auf diese prächtige Stimme aufmerksam und überredet ihn, seine junge Frau ohne Abschied zu verlassen und mit ihm nach Paris zu reisen.

Zehn Jahre später. Unter dem Namen St. Phar ist der Postillion Chapelou ein berühmter Sänger geworden. Sein Freund Bijou, ehemals Schmied von Lonjumeau, hat es bis zum Chorführer Alcindor an der Oper gebracht. Mit Hilfe einer reichen Erbschaft verwandelte sich Madeleine in Frau von Latour, in die sich St. Phar prompt verliebt hat. Der Treulose leugnet, bereits verheiratet zu sein, und will sich sogar mit ihr trauen lassen. Bijou soll die Trauung mit einem Pseudo-Priester vorbereiten.

Der Marquis, selbst um Frau von Latour bemüht, klärt die Angebetete über die Scheinhochzeit auf. Frau von Latour arrangiert daraufhin das Erscheinen eines richtigen Priesters. Auf Doppelehe steht Tod durch Erhängen. Als der Bigamist St. Phar abgeführt werden soll, gibt sich Frau von Latour als Madeleine zu erkennen. Mit dem Geliebten, der sie also zweimal geheiratet hat, zieht sie unter Verzicht auf allen äußeren Glanz wieder nach Lonjumeau zurück.