20.01.6819

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Premiere: "Schöne neue Welt" am Altonaer Theater
Robert Koalls Bühnenfassung von Schöne neue Welt nach dem Roman von Aldous...

DSE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström an der Neuen Bühne Senftenberg
Am 19. Januar bringt die Neue Bühne Senftenberg Emma Broströms Stück Das...

Zum Wiederentdecken: "Bach. Das Leben eines Musikers." von Thomas Sutter
Bach. Das Leben eines Musikers. ist eine szenische Biographie und ein...

Premiere: "Mädchen wie die" am Jungen Schauspiel Hannover
Evan Placeys vielfach ausgezeichnetes Coming-of-Age-Stück Mädchen wie die...

Neu bei FBE: "Frau Luna" von Paul Lincke in der Fassung der Bar jeder Vernunft, Berlin
Einmal Mond und zurück, bitte! Nach Im weißen Rössl präsentiert die "Bar...

Neu bei FBE: "Der Vogel Anderswo" von Stephan Wolf-Schönburg
In Damaskus lebt der kleine Nunu. Sein bester Freund ist ein kleiner Vogel....

Neu bei FBE: "Kuno kann alles" von Henry Mason
Kuno ist ein Draufgänger, ein Energiebündel und Alleskönner: hundert Kugeln...

Premiere: "Hier kommt keiner durch!" an den Wuppertaler Bühnen
In der Regie von Markus Höller zeigen die Wuppertaler Bühnen ab dem 27....

Aktuelles: "Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer am Maxim Gorki Theater, Berlin
Am 17.12.2017 hatte Alles Schwindel von Mischa Spoliansky und Marcellus...

Aktuelles: "Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Am 10. Dezember brachte die FAUST-Preisträgerin Hannah Biedermann ihre...

Aktuelles: "Alice" von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater München
Am 23.11.2017 hatte Alice von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater...


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Bild von Cole PorterPorter, Cole

Cole Porter, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Showgeschäfts und neben Irving Berlin ungekrönter Herrscher des Broadway, wurde am 9. Juni 1891 in Peru, im amerikanischen Bundesstaat Indiana als Sohn eines reichen Plantagenbesitzers und Enkel eines ebenso begüterten Kohlemagnaten geboren. Als Erbe eines Millionenvermögens musste er zunächst Jura studieren, ehe er seiner Liebe zur Musik nachgab und ein entsprechendes Studium in Harvard aufnahm. Vom "Hobby" eines reichen Müßiggängers konnte dabei keine Rede sein. Porter erwies sich in jeder Beziehung als Profi.

Ehe er seine eigentliche Karriere begann, nahm er als Mitglied der französischen Fremdenlegion am 1. Weltkrieg teil. 1919 heiratete er die ebenfalls äußerst reiche Amerikanerin Linda Lee Thomas. Nach anfänglichen Misserfolgen eroberte er 1928 mit dem Musical "Paris" den Broadway. Es folgten die Musical-Erfolge Anything Goes (1934), "Jubilee" (mit dem Hit "Begin the beguine", 1935), "Around the World in Eighty Days" (1946), Kiss me, Kate (1948), Can-Can (1953) und Silk Stockings (Ninotschka) (1955). Viele davon wurden in ihrer Verfilmung geradezu legendär, Can-Can mit Maurice Chevalier, High Society mit Bing Crosby. Silk Stockings verhalf der jungen Hildegard Knef zu ihrem Durchbruch in Amerika.

Mehr als 500 Songs bezeugen über die Vielzahl der Musicals, Shows und Filme hinausgehend die künstlerische Vielseitigkeit und herausragende Produktivität Cole Porters. Nach einem Reitunfall und einer später erforderlichen Beinamputation zog sich der bis dahin immer im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehende Komponist aus der Öffentlichkeit zurück. Am 15. Oktober 1964 starb er an den Folgen einer Nierenentzündung.


Weitere Informationen zu Cole Porter

 

Wodka Cola

(Leave It To Me)
Ein wiederentdecktes Musical
Original-Libretto von Bella und Samuel Spewack
Musik von Cole Porter
Deutsch von Michael Kunze
3D, 5H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: (musikalische Einrichtung von Dieter Glawischnig): Sax I, II, III, Trp I, II, III, Pos I, II, III, Schl, Git
UA: 09.11.1938, Imperial Theatre New York
DSE: 31.12.1987, Staatstheater Stuttgart

Der ehrgeizige Zeitungsverleger J. R. Brody will im Jahr 1938 unbedingt amerikanischer Botschafter in Moskau werden und hat für seine Pläne den skrupellosen Sensationsreporter Buck Thomas eingespannt. In Paris, wo die erwartete Ernennung gefeiert werden soll, muss Brody vor versammelter Presse erfahren, dass an seiner Stelle Alonzo P. Goodhue, genannt Stinky, ein reicher, aber unpolitischer Unternehmer aus Kansas, berufen wurde. Reporter Buck soll nun in Moskau alles dafür tun, dass Stinky schnell wieder abberufen wird, und er findet schnell heraus, dass der unglücklich über sein neues Amt ist.

Buck denkt sich die übelsten Intrigen aus, scheitert aber immer wieder daran, dass Stinky gerade wegen seines unorthodoxen Verhaltens in diesen Situationen als geschickter Politiker und verdienter Held der Sowjetunion gefeiert wird. Schließlich weiß Buck keinen anderen Ausweg mehr, als Stinky zu einem Attentat anzustiften. Stinky aber verletzt versehentlich statt eines russischen Prinzen den Revolutionär Sozanoff, der seinerseits gekommen war, um den Kommissar des Außenministeriums zu erschießen. Wieder hat der Gesandte der Diplomatie einen großen Dienst erwiesen und wird zwei Wochen lang gefeiert.

Buck braucht eine neue Strategie: Da Schlechtigkeit hier offenbar nicht bestraft wird, soll Goodhue nur noch Gutes tun und den Goodhue-Plan präsentieren, der unter anderem die Gleichstellung aller Nationen und die Aufgabe sämtlicher Kolonien fordert; Soldaten sollen Völkerverständigung schaffen, nicht Feindschaften vertiefen. Wie vorauszusehen, stößt der Plan bei allen Politikern auf Ablehnung, nur kleine Randstaaten und der Heilige Vater begrüßen ihn. Buck hat es endlich geschafft: Goodhue wird abberufen.

Als Nachfolger ist Brody im Gespräch, der sofort nach Moskau eilt, dort aber seinen Reporter, statt ihn wegen hervorragender Arbeit zu befördern, aus Eifersucht über eine Frauengeschichte feuert. Jetzt ist Buck zwar arbeitslos, hat dafür aber endlich das Herz seiner Colette gewonnen, die er in Moskau wiedergetroffen hat und schon lange liebt. Brody jedoch bringt es immer noch nicht zum Botschafter, sondern wird Sonderbeauftragter für Liberien. Aus Enttäuschung verkauft er seine Zeitung an Goodhue, der den Reporter gerade noch überzeugen kann, besser mit Skandalgeschichten sein Chefredakteur zu werden als irgendwo als solider Feuilletonist zu enden.

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