22.09.5347

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Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Bild von Charles KálmánKálmán, Charles
Charles Kálmán mit Willi Werner Göttig 

Charles Kálmán wurde am 17.11.1929 in Wien geboren – auf den Tag genau 14 Jahre nach der Uraufführung der "Csárdáfürstin" seines Vaters Emmerich Kálmán. Die Familie ging 1938 in die Emigration, und Charles studierte nach dem Krieg u.a. an der Columbia University, wo 1951 seine Show "Babe In The Woods" aufgeführt wurde, sowie bei Darius Milhaud am Pariser Conservatoire.

Die Operette Wir reisen um die Welt, verfasst nach einem Szenarium seiner Schwester Lili und 1955 unter dem Titel "Der große Tenor" in Wiesbaden uraufgeführt, spiegelt in pointierter Weise Kálmáns Eindrücke seiner verschiedenen Lebensstationen wider. Neben musikalischen Komödien wie Rendezvous mit dem Leben (uraufgeführt 1969) komponierte Charles Kálmán hauptsächlich für Fernsehen, Rundfunk und Kabarett. Am 22. Februar 2015 verstarb Charles Kalman im Alter von 85 Jahren in München.

 

Wir reisen um die Welt

Revue-Operette in zwei Teilen (sechs Bildern)
Nach "Bon Voyage" von Lili Kálmán
Buch von Willy Werner Göttig
Musik von Charles Kálmán
6D, 13H, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, III, Pos I, II, III, Tb, Schl I, II, Hrf, Git, Kl, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 08.01.1955, Hessisches Staatstheater Wiesbaden

John Willoughby, Tabakfarmer aus Tennessee, hat seinem verstorbenen Freund Billy Morton versprochen, sich um dessen Sohn Clarence zu kümmern. Clarence, mehr an Musik interessiert als an der vom Vater ererbten Cornedbeef-Fabrik, hat sich gerade auf einem Überseedampfer als Bordunterhalter anheuern lassen, gemeinsam mit dem italienischen Tenor Roberto. Willoughby schifft sich ebenfalls in die alte Welt ein, um unterwegs seine Tochter Marjorie mit Clarence zu verkuppeln und so seine Tabakfarm mit der Cornedbeef-Fabrik zu fusionieren.

Marjorie jedoch verguckt sich im Handumdrehen in Roberto, während Clarence mit der Pariser Chansonette Germaine anbändelt. Willoughby tobt. Er zieht seine Anteile aus Clarences Fabrik zurück und untersagt die Verbindung zwischen Marjorie und Roberto. Aber wie hinter jedem großen Mann steht auch hinter John Willoughby eine Frau: seine Betty. Sie kann ihren Gatten umstimmen und das Liebesglück ihrer Tochter sichern. Und Schwiegersohn Roberto hat auch noch eine angenehme Überraschung in petto: hinter seinem Inkognito verbirgt sich ein millionenschwerer Filmstar aus Hollywood.

Über Kálmáns Musik zu Wir reisen um die Welt schrieb ein Kritiker: "Man muss Kálmán jr. zugestehen, dass er nicht nur dem Namen nach ein Sohn seines Vaters ist. Seine Melodien sind eingängig und haben zumeist europäisch-wienerischen Charme, während sich die Amerika-Wahlheimat in der klangvoll-raffinesken Instrumentierung erkennen lässt. In einem hübschen Trällerliedchen ('Auf meinem kleinen Piano'), einem Wiener Walzer und dem Hauptlied, das sich durch alle sechs Bilder zieht, ist Anschluss an die große Klassik gefunden."