20.09.1443

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Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Bild von Eduard KünnekeKünneke, Eduard

Eduard Künneke wurde als Spross einer niedersächsischen Kaufmannsfamilie am 27. Januar 1885 in Emmerich am Rhein geboren. Während seines Studiums an der Berliner Musikhochschule avancierte er zum Meisterschüler Max Bruchs. Nach dem Abschluss des Studiums war er zunächst als Liedbegleiter, Musiklehrer und als Leiter eines Männergesangsvereins in Potsdam tätig, ehe er 1907 Chordirektor am Neuen Operettentheater Berlin wurde. Danach war er bis 1911 Kapellmeister am Deutschen Theater Berlin.

1909 erlebte seine Oper "Robins Ende" ihre erfolgreiche Uraufführung in Mannheim. Nach dem Singspiel "Das Dorf ohne Glocke" (1919), das den Stellenwert einer "Volksoper" beanspruchen darf, hatte er 1921 einen durchschlagenden Erfolg mit dem "Vetter aus Dingsda" ("Ich bin nur ein armer Wandergesell", "Der Roderich, der Roderich", "Ganz unverhofft kommt oft das Glück"), neben der "Glücklichen Reise" ("Das Leben ist ein Karussell", "Warum? Weshalb? Wieso?", "Am Amazonas", 1932) Künnekes bekanntestes Stück. Nach Liselott (1932), "Die große Sünderin" (1935) und einer Reihe weiterer Werke beendete er seine Laufbahn als Operettenkomponist 1949 mit "Hochzeit mit Erika".

Neben dem Theater widmete sich Eduard Künneke dem Film und der Komposition instrumentaler Werke. Er starb im Oktober 1953.

 

Die Wunderbare

Operette in drie Akten
von Kurt Adalbert und Just Scheu
Musik von Eduard Künneke
9D, 4H, Chor, Ballett
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II (alternativ Sax I, II, III), Fg I, II, Hr I, II, Trp I, II, Pos, PK, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 1941, Stadttheater Fürth Fürth

Die Schwestern Angéline und Annette Armont haben einen Modesalon eröffnet. Finanziell unterstützt werden sie vom Gewürzkrämer Emile Roger, der Angéline sehr nahe steht. Als seine Frau die heimliche Teilhaberschaft am Salon „A & A“ entdeckt, gibt sich Schwester Annette als Mann aus. Mit Gatte „Alphonse“ ist das Problem der eifersüchtigen Suzanne zwar gelöst, die Verkleidung zieht jedoch weitere Verwicklungen nach sich. Annette hat zuvor im Dichter Debuysse einen Verehrer gefunden, verschüchtert schickt der seinen Freund Kapitän Ernest Flavart vor. Dieser wiederum verliebt sich auf der Stelle in Angéline, sieht sich mit der Existenz eines Ehemanns konfrontiert. Gleichzeitig findet Suzanne Gefallen an „Alphonse“.

Auf einer Modenschau im Salon „A & A, soll die neueste Damenmode vorgestellt werden: La Merveilleuse - Die Wunderbare. Ein perfektes Verwirr- und Versteckspiel entwickelt sich: Annette muss abwechselnd als „Annette“ und „Alphonse“ erscheinen. Flavart macht Angéline weiter den Hof, ist aber auch für Suzanne kein Unbekannter. Der Abend endet für alle drei Paare enttäuschend: Suzanne und Flavart erfahren von der Beziehung Angélines zu Roger und umgekehrt. Debuysse kann immer nur kurze Momente mit seiner verehrten Annette verbringen.

Doch alles klärt sich: Angéline ist nicht Rogers Geliebte, sondern seine uneheliche Tochter. Ebenso ist Flavart nicht der Liebhaber Suzannes, sondern ihr Sohn aus erster Ehe, den sie aus Eitelkeit - sie hat sich 10 Jahre jünger gemacht - vor Roger verheimlicht hat. Tochter Angéline und Sohn Flavart zwingen nun Vater Roger und Mutter Suzanne zur Aufklärung. Dem Glück von Angéline und Flavart steht so nichts mehr im Weg, und auch Annette kann ihre Verkleidung aufgeben und glücklich in Debuysses Arme sinken.

Die Wunderbare ist ein zauberhaftes Singspiel, in dem Künneke seine vielschichtige Kompositionsweise entfaltet. Adalbert und Scheu haben dazu ein spritziges Buch beigesteuert.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.