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Neu bei FBE: "Tewje" ein Ballett von Richard Wherlock und Olivier Truan
Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen...

UA & SE: "Begleiterscheinungen" am Theater an der Kö und "Unter falschen Brüdern" am Theater Matte
Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

Neu: "Grete Minde" von Kay Wuschek nach Theodor Fontane
"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Am Rand (Ein...

UA: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" am Landestheater Linz
Edmund de Waal rollt in seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen die...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


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Meisel, Will

Will Meisel, eigentlich August Wilhelm Meisel, wurde am 17. September 1897 als Sohn des Ballettmeisters Emil Meisel und seiner Frau Olga Meisel geboren.
Bereits ab dem fünften Lebensjahr bekam er Musik- und Ballettunterricht und war so schon im Alter von neun Jahren Mitglied im Ballett der damaligen "Königlichen Hofoper" Unter den Linden. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte er 1918 bis 1923 eine Anstellung als Tänzer an der "Staatsoper Berlin".
Drei Jahre später entschied er sich, seine Tänzerkarriere zu beenden und stattdessen Verleger zu werden. So gründete er am 15. Mai 1926 die "Edition Meisel & Co. GmbH". Sein erster Verlagstitel war "Ilona", zu dem seine erste Frau den Text verfasst hatte. Als diese Ehe zerbrach, heiratete er die Kammersängerin Eliza Illiard. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Peter und Thomas hervor.
Ab 1933 sympathisierte er mit den Nationalsozialisten und komponierte Filmmusik, Operetten aber auch NS-Propagandastücke. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er in Berlin, eröffnete seine eigene Tanzschule und betätigte sich außerdem als Filmproduzent.

Will Meisel schrieb die Musik zu 44 Tonfilmen, 8 Operetten sowie zu bis heute bekannten Evergreens und Liedern wie "Berlin bleibt doch Berlin" und "Wir wollen Freunde sein fürs ganze Leben". Für sein Schaffen wurde er mit dem "Paul-Lincke-Ring" und dem "Bundesverdienstkreuz" ausgezeichnet.

Meisel starb am 29. April 1967 in Müllheim, Baden-Württemberg.

 

Was macht eine Frau mit zwei Männern?

Musikalisches Lustspiel in 3 Akten
von Just Scheu und Ernst Nebhut
Liedertexte von Bruno Balz und Curth Flatow
Musik von Will Meisel
3D, 3H
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Klar, Fg, Hr I, II, Trp, Pos, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 07.08.1949, Kabarett der Komiker Berlin

Dr. Stefan Brangys, ein bekannter Strafverteidiger, trägt sich bereits seit zwei Jahren mit dem Gedanken, Elfie Jensen einen Antrag zu machen. Sein Freund Konrad wirbt ebenfalls um sie, ebenso seit Jahren, aber vergeblich. Am heutigen Abend nun ist Stefan fest entschlossen, sich mit Elfie zu verloben. Doch Agnes kommt dazwischen. Stefans Mutter hält Elfie nicht für die Richtige und will ihn auf die Probe stellen. Deshalb hat Agnes an diesem Abend Vineta Lossa eingeladen, ein Mädchen ohne Allüren, aber mit Geist und Phantasie. Um die Korrektheit Stefans ins Schwanken zu bringen, soll Vineta die Rolle der international gesuchten Pelz-Diebin spielen, die tatsächlich in der Stadt ihr Unwesen treibt. Grund und Gelegenheit für die Diebin gibt es, denn Elfie trägt einen teuren Nerzmantel.
Agnes und Vineta haben das Spiel mit äußerster Raffinesse vorbereitet. Vineta wird zunächst als Reisebekanntschaft von Agnes vorgestellt. Sie macht sich aber durch Anspielungen nach und nach so verdächtig, dass alle schon bald überzeugt sind, die berüchtigte Diebin im Haus zu haben. Strafverteidiger Stefan kommt in doppelte Gewissensnöte. Zwischen der tugendhaften Elfie und der gefährlich-attraktiven Vineta hin- und hergerissen, entscheidet sich Stefan schließlich für Vineta - allerdings mit dem Vorsatz, diese auf den Pfad der Tugend zu bringen. Elfie, deren Angst um den Pelz fast so groß ist wie ihr Entsetzen über Stefans unmoralisches Verhalten, hält sich jetzt an Konrad.
Nachdem geklärt ist, wer zu wem gehört, kann Agnes das Spiel aufdecken, und aus der ursprünglich geplanten einfachen Verlobung wird eine Doppelverlobung.

Das Stück ist mit einem theaterwirksamen Buch versehen und enthält durchweg dankbare Rollen. Dazu kommen treffsichere Liedtexte von Bruno Balz und Curth Flatow sowie Will Meisels eingängige Melodien.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.