19.12.2018

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Little Voice
von Jim Cartwright und Philipp Löhle

Zwei Lügen, eine Wahrheit
von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret

Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu finden
von Esther Becker

Was man von hier aus sehen kann
von Mariana Leky

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von Eva Rottmann

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Der Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika
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Trailer für die nahe Zukunft
von Oliver Schmaering

The Making of Der Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika
von Oliver Schmaering

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Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs
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Seefahrerstück
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Polnische Hochzeit
von Joseph Beer , Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald

Nora, 2. Teil
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Nicobobinus
von Katrin Lange und Terry Jones

Nibelungen
von Oliver Schmaering

Nackt über Berlin
von Axel Ranisch

Nach Luft jagen
von Michael Alexander Müller

Mr. Nobody
von Jaco Van Dormael

Das Molekül
von William Ward Murta

Die Mitwisser
von Philipp Löhle

Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen
von Marcus Peter Tesch

Little Me
von Cy Coleman , Neil Simon und Carolyn Leigh

Kuno kann alles
von Henry Mason

Kopfkino
von Thomas Zaufke und Peter Lund

Kiss Me, Kate / große Fassung / Neubearbeitung Peter Lund
von Cole Porter , Bella Spewack und Samuel Spewack

King Kong Bonus Features
von Oliver Schmaering

Die Jüdin von Toledo
von Lion Feuchtwanger und Koen Tachelet

Jedermann - Ein Musical vom Sterbenlernen
von Peter Lund , Wolfgang Böhmer und Hugo von Hofmannsthal

Jasper in Deadland
von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster

In 80 Tagen um die Welt
von Tilo Nest und Hanno Friedrich

Im Gefängnis
von Monika Osberghaus und Thomas Engelhardt

Ich, Ikarus
von Oliver Schmaering

Ich werde nicht hassen
von Izzeldin Abuelaish

Hunger
von Knut Hamsun

Heiß auf 2. Liga
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die ganze Welt in meinem Zimmer
von Sergej Gößner und Klaus Schumacher

Fuckfisch
von Juliette Favre

Fuckfisch
von Juliette Favre

Der Freischütz
von Carsten Golbeck

Frau Ada denkt Unerhörtes
von Martina Clavadetscher

Die Feuerbringer
von Tomer Gardi

Fallen
von Anna Gschnitzer

Die Eisbärin
von Eva Rottmann

Eine Weihnachtsgeschichte
von Philipp Löhle

Ein Amerikaner in Paris
von George Gershwin , Ira Gershwin und Craig Lucas

Effi
von Oliver Schmaering und Kay Wuschek

Du springst, ich falle
von Maryam Madjidi

Das Dschungelbuch
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Das Mädchen Wadjda
von Haifaa Al Mansour

Brigitte Bordeaux
von Sergej Gößner

Das brandneue Testament
von Jaco Van Dormael und Thomas Gunzig

Big Republic
von Oliver Schmaering

Big Guns
von Nina Segal

Adel verpflichtet (Musical)
von Rainer Bielfeldt , Anne X. Weber und Susanne Lütje

Adel verpflichtet
von Dogberry&Probstein


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Mark SchultzSchultz, Mark

Mark Schultz schreibt, komponiert, spielt und lebt in New York. Er ist Gründungsmitglied und künstlerischer Mitarbeiter des Theatre Mitu, Mitglied des Rising Phoenix Repertory Theatre und Koordinator der MCC Theater’s Playwright Coalition. Er hat mehrere Theaterstücke geschrieben, darunter „Gift“ (Rising Phoeniz Rep / NY International Fringe Festival), „Last“ (Rising Phoenix Rep / WAX), „The Place Where“ (Chashama), „Still“ (Rising Phoenix Rep / Blue Heron) und „Passion” (Veröffentlichung in Francis Ford Coppolas Magazin „Zoetrope”). Sein Stück Alles wird anders. Eine kurze Geschichte der Schönen Helena wurde 2005 mit dem Oppenheimer Award ausgezeichnet und sowohl bei seiner New Yorker Uraufführung als auch der England-Tournee mit begeisterter Kritik aufgenommen.

 

Alles wird anders. Eine kurze Geschichte der Schönen Helena

(Everything will be different. A Brief History of Helen of Troy)
Deutsch von Logan Kennedy und Leonhard Unglaub
2D, 4H
UA: 07.04.2005, Soho Repertory Theatre New York
frei zur DSE

Charlottes Mutter war unfassbar schön, so schön, wie auch Charlotte einmal sein wird. Doch jetzt ist sie tot und Charlotte gerade mal 15. Charlottes Vater trinkt zuviel und schenkt ihr Stofftiere, als sei sie acht oder vier, aber Charlotte ist kein Kind mehr. Sie weiß, dass sie bald weggehen wird, und wenn sie zurückkommt, Jahre später, wird die Welt bei ihrem Anblick wahnsinnig werden vor Glück. Die ganze beschissene Welt. So. Genauso. Wird es sein.

Da gibt es Gary und Franklin und Freddie, die alle verrückt nach ihr sind. Gary riskiert seinen Job an der Schule, indem er Fotos von Charlotte macht. Und Franklin ist wie von Sinnen hinter ihr her, und falls nicht, dann ist er eine Schwuchtel, und Freddie ist der schönste Mann, den Charlotte kennt, und er will sie. Er will sie so sehr. Und sie muss nicht viel dafür tun, denn schließlich hat sie geübt und weiß, wie man währenddessen die Zähne mit den Lippen bedeckt. Sie ist wirklich begabt. Und sogar Heather ist neidisch, und selbst sie ist in Charlotte verliebt, irgendwie, obwohl Heather so hübsch ist und so beliebt. Charlottes Vater sagt nur, Charlotte sei nicht hübsch, die Akne und alles, dass sie nie wie ihre Mutter sein werde, dass sie endlich aufhören solle, es zu versuchen. Und scheißegal, dass Gary sagt, sie bräuchte Hilfe, professionelle Hilfe, und dass Franklin sagt, sie solle ihm nie wieder zu nahe kommen, und dass Freddie sagt, sie sei Ekel erregend, und dass Heather plötzlich verschwindet. Charlotte ist schön, und jeder liebt sie. So sehr, dass er sie früher oder später hasst.

Alles wird anders. Eine kurze Geschichte der Schönen Helena handelt von Versehrtheit und vom Erwachsenwerden. Es ist ein wütendes, verzweifeltes Stück um Verlorene, die außer sich vor Schmerz den Menschen, die ihnen am nächsten sind, Wunden schlagen, die nicht anders können, als dem Abgrund entgegenzulaufen, denn nur diese eine Richtung kennen sie, und solange sie sich bewegen, können sie sicher sein, dass sie noch am Leben sind.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.