19.10.2018

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Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...

"Großes Kino" und "Pointenfeuerwerk" - UA von Axel Ranischs "Nackt über Berlin"
Die Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin war am 16....

Neu bei FBE: "Serverland" von Josefine Rieks
Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher...

DSE: "Alles was Sie wollen" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière am Deutschen Theater in Göttingen
Am 11. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von Alles was Sie...

DSE: "Präsidenten-Suite" am Renaissance-Theater Berlin
Am 7. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von John T. Binkleys...

UA: "Wer ist Walter" von Ariane Koch am Theater Bonn
Am 5. Oktober wird Ariane Kochs Stück Wer ist Walter am Theater Bonn in der...

Ehrung für Volker Ludwig und Birger Heymann in Südkorea
In Seoul gab es für Volker Ludwig und Birger Heymann vor kurzem eine...

Neu bei DESCH: "Ramses II." von Sébastien Thiéry
Elisabeth und Jean erwarten den Besuch ihrer Tochter Benedicte und ihres...

Neu bei FBE: "Jasper in Deadland" von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster
Der 16-jährige Jasper liebt Agnes. Aber nach der entscheidenden ersten...

Premiere: "Frau Luna" am Stadttheater Ingolstadt
Am Stadttheater Ingolstadt ist am 20. Oktober die Premiere von Paul Linckes...

Premiere: "Kiss Me, Kate" an der Oper Graz
Am 20. Oktober hat Kiss Me, Kate von Cole Porter, Samuel Spewack und Bella...

Premiere: "Hunger. Peer Gynt" nach Knut Hamsun und Henrik Ibsen am Deutschen Theater Berlin
Knut Hamsun ist einer der interessantesten, aber auch umstrittensten...

Rückblick: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek uraufgeführt
Am 19. September war die Uraufführung von Effi von Oliver Schmaering und Kay...

Rückblick: "Ein Stein fing Feuer" am Staatstheater Nürnberg
"Wie das Staatstheater Nürnberg unter neuer Leitung begeistert" (BR): Mit...


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Bild von Torsten BöhmBöhm, Torsten

Torsten Böhm wurde 1967 in Berlin geboren. Nach Abschluss des Studiums der Erziehungswissenschaften an der Technischen Universität Berlin studierte er von 1996 bis 1998 Spiel- und Theaterpädagogik an der Universität der Künste. Dort inszenierte er u.a. den "Struwwelpeter". Er arbeitete als Regiehospitant am GRIPS Theater Berlin und war zuletzt u.a. für das Junge DT am Deutschen Theater Berlin tätig.

Für sein erstes Stück Swingheini erhielt Torsten Böhm 2001 das "Stipendium Paul Maar" des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland und der Dramatiker-Werkstatt Wolfenbüttel für die Förderung von Nachwuchsdramatikern. Sein zweiten Stückes Fall auf Knall handelt vom Träumen, Erwachsenwerden und von Freundschaft, ohne in typische Klischees zu verfallen und fertige Lösungen anzubieten. Seit Abschluss seines dritten Stückes Die Kakao-Kuh und der falsche Fuß entwickelt Böhm Stücke für Klassenraumtheater. Zurzeit arbeitet Torsten Böhm als Theaterpädagoge beim Atze KinderMusikTheater.

 

Fall auf Knall

1D, 3H
frei zur UA

Für Bruno, einen in die Jahre gekommenen Trödelladenbesitzer, verspricht es, ein Tag wie jeder andere zu werden: Ruhig und gelassen macht er seine Arbeit und lebt in seinem eigenen Universum aus Antiquitäten, denn die Welt da draußen versteht er schon lange nicht mehr.

Plötzlich steht Oli vor ihm, ein Jugendlicher aus der Nachbarschaft, der weder mit sich noch mit seiner Zeit viel anzufangen weiß. Zwar hat er eine Stelle als Malerlehrling, Zukunft hat dieser Beruf seiner Meinung nach jedoch nicht. Schnell findet Oli in Bruno einen väterlichen Freund. Oli erzählt ihm, er habe sich verliebt. Doch Lara, das Objekt seiner Begierde, scheint unerreichbar. Er fasst den Entschluss, Lara zum Geburtstag als Liebesbeweis ein überdimensionales Graffiti auf die Hauswand gegenüber ihrem Fenster zu sprühen. Doch der Plan misslingt. Statt im Liebesrausch verbringt er die halbe Nacht auf dem Polizeirevier und muss dann auch noch die Schimpftiraden seiner Mutter Olga über sich ergehen lassen, die wenig erfreut über den nächtlichen Besuch der Polizei ist. Kein Wunder, hat sie doch Jahre zuvor schlechte Erfahrungen mit den Gesetzeshütern gemacht: So ist Olis Vater Harald mitnichten im fernen Amerika, wo ihn sein Sohn wähnt, sondern in der örtlichen Haftanstalt.

Olga taucht bei Bruno auf und stellt ihn zur Rede. Er solle Oli in Ruhe lassen, sie wolle nichts mehr mit diesen alten Geschichten zu tun haben. Sie gibt Bruno die Hauptschuld an dem, was passiert ist: Hätte er ihrem Mann nicht ständig diese grandiosen Gaunergeschichten à la Biggs und Gebrüder Sass aufgetischt und hätte Bruno als Haralds bester Freund nicht tatenlos zugesehen, wäre es nie soweit gekommen. Nun wittert sie aufgrund des Zwischenfalls mit der Polizei einen ähnlich fatalen Einfluss Brunos auf ihren Sohn Oli.

Wenige Tage später feiert Oli seinen 18. Geburtstag. Bruno hat extra eine Torte und zahlreiche Flaschen Sekt organisiert. Oli kann ihm freudestrahlend berichten, dass er Laras Herz erobert hat. Plötzlich betritt ein fremder Mann den Laden. Es ist Harald, Olis Vater...

Mit seinem zweiten Stück Fall auf Knall ist dem Berliner Autor Torsten Böhm ein spannendes, leises Jugendstück gelungen. Ohne in typische Klischees zu verfallen und fertige Lösungen anzubieten, erzählt Böhm mit klarer Sprache vom Träumen, Erwachsen werden und von Freundschaft.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.