20.04.2018

Aktuelle Nachrichten

Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

DE: "Extremophil" von Alexandra Badea am Prinz Regent Theater Bochum
Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...

UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock bringt Dorit Linkes Roman Jenseits der blauen Grenze...

DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...

Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...


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Bild von Daniel KeeneKeene, Daniel
Foto: F. Passerini 

Daniel Keene, 1955 in Melbourne, Australien geboren, schreibt seit 1979 für das Theater. Er arbeitete als Schauspieler, Regisseur, Gründer und Redakteur einer Literaturzeitschrift sowie als Übersetzer. Seine Stücke wurden in Australien, in den USA, China, Frankreich, Japan, Portugal und Deutschland gespielt und mit wichtigen literarischen Preisen gewürdigt. Er erhielt zwei Mal den Victorian Premier’s Literary Award for Drama, dreifach den NSW Premier’s Literary Award for Drama, den Adelaide Festival Award for Literature, den Wal Cherry Play of the Year Award und den Sumner Locke Elliot Prize. Seit 1999 wurden zahlreiche Produktionen in Europa, vor allem in Frankreich, präsentiert. Er schreibt regelmäßig Auftragswerke für französische Regisseure und Theatergruppen. Im März 2014 wurde er mit den Sydney Meyer Performing Arts Award für seine herausragende Theaterarbeit gewürdigt.

 

Lehrzeit

(The Apprentice)
Deutsch von Paul Bäcker
2H
frei zur DSE
UA: 24.01.2012, Compagnie „Tabula Rasa" gemeinsam mit Scène nationale d’Albi

Seine Eltern kann man sich nicht aussuchen. Mit dieser Tatsache will sich Julien nicht abfinden. Er hat ein schwieriges, distanziertes Verhältnis zu seinem Vater und sucht nun kurzerhand einen "besseren". Einen, der ihn so liebt wie er ist. Er beobachtet und studiert die Gewohnheiten der Gäste des Cafés von gegenüber und wählt schließlich Pascal – Single, Journalist und passionierter Kaffeetrinker. Aber ist dieser ungeschickte Erwachsene und Kreuzworträtselneuling der Richtige für den Job? Julien lässt sich durch die anfängliche Abwehr Pascals nicht beirren und sucht hartnäckig dessen Gesellschaft. Pascal fühlt sich ihm überlegen und lässt ihn gewähren. Nach und nach lernen sich die beiden besser kennen. Sie gehen gemeinsam ins Kino, in den Park, auf den Markt; sie unterhalten sich, beobachten gemeinsam und streiten miteinander. Julien muss lernen, dass man Herzensangelegenheiten nicht erzwingen kann, und Pascal lernt, sich dem Jungen zu öffnen.

In 13 Szenen beleuchtet Daniel Keene in seinem ersten Stück für junges Publikum das freundschaftliche Verhältnis eines Erwachsenen zu einem Kind. Ohne falsches Pathos, in einer reduzierten, nüchternen Sprache werden die beiden Protagonisten schnell sympathisch. Julien lässt keine Erwachsenen-Kind-Hierachie mehr zu und teilt sich derart unmittelbar mit, dass auch der etwas phlegmatische Pascal von dessen Argumenten nicht kalt gelassen wird. Daniel Keene über sein Stück: "Als ich ‚Lehrzeit’ schrieb, wollte ich die üblichen Klischees über Väter und Söhne vermeiden, besonders die allgemeine Haltung, dass solch eine Beziehung konkurrenzlastig und antagonistisch sein muss. Ich wollte eine bestimmte Stimmung kreieren, eine gewisse Leichtigkeit, die berührt. Das Stück behandelt das Entstehen und das Wachsen einer besonderen Intimität; (…). Letztendlich liebt Julien Pascal für das was er ist, ein Freund, nicht eine Ablösung für seinen Vater. Er hat Pascal das gegeben, was er sich selber wünschte. Vielleicht ist dies eine Definition für Liebe." 2009 wurde "Lehrzeit" mit dem Prix Théâtre en Page des Nationaltheaters in Toulouse ausgezeichnet und 2014 gewann Keene mit seinem Stück den Prix Théâtre à la Page (Grenoble).

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.