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DSE: "Jasper in Deadland" am Theater für Niedersachsen Hildesheim
Am 19. Januar feiert das Theater für Niedersachsen in Hildesheim die...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Antigone" in Berlin und Dresden
Am 13. Januar wird Antigone in der Nachdichtung von Walter Jens in einer...

UA: "Fuckfisch" am Badischen Staatstheater in Karlsruhe
Am Badischen Staatstheater, Karlsruhe, ist am 26. Januar die Uraufführung von...

UA: "Kaltes Herz" von Volker Schmidt am Theater Phönix in Linz
Am 31.01.2019 hat Kaltes Herz von Volker Schmidt Uraufführung am Theater...

Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...


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Bild von Johanna EmanuelssonEmanuelsson, Johanna
© Tor Härnqvist 

Johanna Emanuelsson wurde 1986 in Göteborg, Schweden, geboren. Sie nahm an Schreibwerkstätten am Backa Theater in Göteborg teil und begann 2010 mit dem Studium "Szenisches Schreiben und Dramaturgie" an der Kunstakademie in Stockholm. Ihr prämiertes Stück Ich falle kam 2011 am Königlichen Theater Stockholm zur Aufführung. Unter verschiedenen Titeln und in unterschiedlichen Fassungen erhielt das Stück bereits Preise in Göteborg, beim Nachwuchswettbewerb des Svenska Riksteatern und beim Ostsee-Nachbarschaftsprojekt "New Baltic Drama". Sie erhielt mehrere Stipendien, u. a. das Nachwuchsstipendium der Colombine Theateragentur. Im Herbst 2012 wurde ihr Werk "Mittens Rike" am Stadttheater Göteborg uraufgeführt und ihr Stück "Dåligt Folk" im Dramalabor Stockholm präsentiert. Bei dem Frankfurter Autorenforum für Kinder und Jugendtheater 2012 wurde sie zum ersten Mal einem breiten deutschsprachigen Publikum vorgestellt.

 

Schimmerndes Wasser

(Skimrande vattnet)
für Kinder ab zehn Jahren
Deutsch von Dirk H. Fröse
3D
UA: 04.10.2016, Unga Riks Norsborg
frei zur DSE

Es ist ziemlich düster im Leben der beiden elfjährigen Mädchen Manisha und Ally. Sie haben keine Freunde, nur halbe Familien und seltsame Interessen. Manisha trägt am liebsten Corpsepaint statt Glamour-Make-up und in ihrem Freakzimmer die Maske von Hannibal Lecter. Ally, bleich, fast bläulich, seziert in ihrem Ekelzimmer fette Kröten und andere tote Tierchen. Lebendes und das Leben selbst sind eher kompliziert. Von den saucoolen Mädchen der Schule werden die beiden mit Abscheu betrachtet. Und für ihre Lehrerin Sigrun von Kaffeemundgeruch sind sie ohnehin lästige Außenseiterinnen und sofort verdächtig, als ihr Profanum Vulgus aus dem Klassenzimmer verschwindet – ihr geliebtes Meerschweinchen, um das sich die Schüler abwechselnd kümmern sollen.

Während die anderen Mädchen im Jugendclub für Saucoole über Ally und Manisha lästern und dabei ihre gestylten Haare zurückwerfen, fliehen die beiden vor den Anfeindungen und Verdächtigungen. Sie laufen in einen Wald, der nicht aufzuhören scheint. Immer weiter, als gäbe es kein Morgen. Immer weiter in die Nacht. In der Ferne schimmert etwas. Schwarzfunkelnder Himmel, schwarzfunkelndes Wasser – an diesem magischen Ort erkennen die Mädchen ihre Ängste, finden ihre Sprache wieder, finden zu sich selbst und irgendwie zueinander.

Johanna Emanuelsson erzählt in Schimmerndes Wasser auf eigenwillig derbe und schräge Weise von Verlust, Sehnsucht und dem Schwierigsten, dem man sich stellen muss – dem Leben. Kleine magische Momente treffen auf Aggression und Verachtung. Und wie das Wasser durch die schwarzen Bäume schimmert, offenbart sich unter dem Abstoßenden und Garstigen etwas seltsam Zartes.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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