18.02.2018

Aktuelle Nachrichten

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Just ScheuScheu, Just

Just Scheu wurde am 22. Februar 1903 in Mainz geboren. Nach dem Studium der Philosophie in Frankfurt am Main zog es ihn zum Theater. Anfängerjahren in Eisenach und Erfurt folgten Stationen in Halle, Cottbus, Bremerhaven und Kiel, ehe er von Gustav Gründgens nach Berlin engagiert wurde. Gleichzeitig begann er, Schlagertexte zu schreiben und zu komponieren. Beim Film konnte er sein Multitalent endlich als Schauspieler, Drehbuchautor und Komponist zur Geltung bringen.

Ab 1941 schrieb er gemeinsam mit Ernst Nebhut eine Reihe erfolgreicher Theaterstücke. Nach dem Krieg fand er beim Rundfunk in Frankfurt als Autor von Fernsehsendungen wie "Doppelt oder Nichts" eine neue Aufgabe. In Hamburg schrieb er für die "Funklotterie", für die Sendung "Schwarz oder Weiss", für die Spielstunde für Erwachsene "Kleine Feste - Frohe Gäste" aber auch eine stattliche Reihe von Drehbüchern, u.a. "Kommen Sie am Ersten", "Die Privatsekretärin" und "Keine Angst vor großen Tieren".

Zu seinen bekanntestenTheaterstücken zählen "Der kleine Herr Niemand", Der Mann mit dem Zylinder, Ein Engel namens Schmitt, Die schöne Lügnerin und Pariser Geschichten, zu denen er zum Teil auch die Musik komponierte. Der Autor starb 1956.

 

Ein Engel namens Schmitt

Musikalisches Lustspiel in drei Akten
Buch von Ernst Nebhut
Musik von Just Scheu
2D, 3H
Orchesterbesetzung: Kl I, II, Git, B

Dialektfassungen:

Ein Engel namens Schmitt
Hessische Bearbeitung
von Wolfgang Kraus
2D, 3H

Thomas Schmitt ist ein unauffälliger, durch seine hilflose Verliebtheit gelegentlich auch recht schusseliger Angestellter einer Pharmafabrik. Dem ewig polternden Generaldirektor Paul Gerlach, seinem Chef, wird mitgeteilt, Schmitt sei schwer erkrankt. Ursache der bisher noch unheilbaren Krankheit sei psychische Belastung, hervorgerufen durch schlechte Behandlung, Unterdrückung, enttäuschte Hoffnungen. Der Generaldirektor und seine Tochter Gaby versuchen, ihr schlechtes Gewissen zu beschwichtigen, indem sie erstmals nett zu dem "armen Kerl" Schmitt sind und den Menschen in ihm sehen.

Schmitt weiß zunächst nicht, wie ihm geschieht, fügt sich aber schnell in die neue Situation. Er fühlt sich zum ersten Mal ernstgenommen und macht eine solche Wandlung durch, dass sich die von ihm angebetete Gaby in ihn verliebt. Auch für Dr. Otto Zoll brechen große Zeiten an, als er ein vermeintliches Antiserum erfindet, das Schmitt so gesund werden lässt, als sei er nie wirklich erkrankt...

Als sich dann die Diagnose als Irrtum herausstellt, hat sich doch einiges geändert: Schmitt bekommt tatsächlich seine Gaby, und der Herr Generaldirektor hat sein Herz für die patente Krankenschwester Cornelia entdeckt.