24.10.2018

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Neu bei DESCH: "Ramses II." von Sébastien Thiéry
Elisabeth und Jean erwarten den Besuch ihrer Tochter Benedicte und ihres...

Premiere: "Hunger. Peer Gynt" nach Knut Hamsun und Henrik Ibsen am Deutschen Theater Berlin
Knut Hamsun ist einer der interessantesten, aber auch umstrittensten...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...

"Großes Kino" und "Pointenfeuerwerk" - UA von Axel Ranischs "Nackt über Berlin"
Die Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin war am 16....

Neu bei FBE: "Serverland" von Josefine Rieks
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DSE: "Alles was Sie wollen" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière am Deutschen Theater in Göttingen
Am 11. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von Alles was Sie...

DSE: "Präsidenten-Suite" am Renaissance-Theater Berlin
Am 7. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von John T. Binkleys...

UA: "Wer ist Walter" von Ariane Koch am Theater Bonn
Am 5. Oktober wird Ariane Kochs Stück Wer ist Walter am Theater Bonn in der...

Ehrung für Volker Ludwig und Birger Heymann in Südkorea
In Seoul gab es für Volker Ludwig und Birger Heymann vor kurzem eine...

Neu bei FBE: "Jasper in Deadland" von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster
Der 16-jährige Jasper liebt Agnes. Aber nach der entscheidenden ersten...

Premiere: "Frau Luna" am Stadttheater Ingolstadt
Am Stadttheater Ingolstadt ist am 20. Oktober die Premiere von Paul Linckes...

Premiere: "Kiss Me, Kate" an der Oper Graz
Am 20. Oktober hat Kiss Me, Kate von Cole Porter, Samuel Spewack und Bella...

Rückblick: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek uraufgeführt
Am 19. September war die Uraufführung von Effi von Oliver Schmaering und Kay...

Rückblick: "Ein Stein fing Feuer" am Staatstheater Nürnberg
"Wie das Staatstheater Nürnberg unter neuer Leitung begeistert" (BR): Mit...


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Bild von Oscar StrausStraus, Oscar

Am 6. April 1870 in Wien geboren, studierte Oscar Straus zunächst in seiner Heimatstadt Klavier und Komposition, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin bei Max Bruch fortsetzte. Als junger Kapellmeister stand Straus erstmals in Brüx und Teplitz-Schönau am Pult, dann am Stadttheater Mainz.

Sein Opernerstling "Der schwarze Mann" erregte in Berlin die Aufmerksamkeit von Fachkreisen. Seine Mitwirkung an Ernst von Wolzogens "Überbrettl" bahnte indessen den Weg zur Operette, den er gemeinsam mit seinem Librettisten, dem Berliner Rechtsanwalt Fritz Oliven (Rideamus), beschritt. Die lustigen Nibelungen (1904) und Hugdietrichs Brautfahrt (1906) standen in der persiflierenden Tradition Jacques Offenbachs, brachten aber nicht den erhofften Durchbruch. Dieser gelang dem Komponisten mit seinem 1907 im Wiener Carl-Theater uraufgeführten Ein Walzertraum ("Leise, ganz leise klingt´s durch den Raum"), der Lehárs Die lustige Witwe in den Aufführungszahlen zeitweise überflügeln konnte. Schnell produziert folgten nahezu 50 Bühnenwerke, darunter Der tapfere Soldat (1908) und "Der tapfere Cassian" (1912, nach Arthur Schnitzler). Während des 1. Weltkrieges verzichtete Straus, ganz Weltbürger und Zivilist, als einer der wenigen Zunftgenossen auf das Schreiben militaristischer Stücke.

Einen "Walzertraum"-ähnlichen populären Erfolg errang er erst wieder 1920 mit "Der letzte Walzer" (mit Fritzi Massary). 1923 folgten Die Perlen der Cleopatra als große Ausstattungsoperette, 1925 wurde Die Teresina, die als erste Operette in deutscher Sprache nach dem 1. Weltkrieg auch in Paris gespielt wurde, ein Erfolg. 1928 fand Alfred Grünwald nach einer Vorlage von Sascha Guitry einen neuen Napoleonstoff (Napoleon III.) für die Operette "Marietta". In den 30er Jahren wurde es ruhiger um Oscar Straus. Es entstanden u.a die musikalische Komödie Eine Frau, die weiß, was sie will (Manon) (1932) und die Operette Drei Walzer (1935).

Über Paris, wo er seit 1927 lebte, und London kam er schließlich in die USA und komponierte für den Film. 1950 kehrte er nach Europa zurück, erlebte die herzliche Aufnahme der Operette Ihr erster Walzer (Die Musik kommt) und seiner "Bozena" (1952) und komponierte die Musik zu Max Ophüls "Reigen"-Film nach Arthur Schnitzler (1950). Am 11. Januar 1954 starb Oscar Strauss 84-jährig in Bad Ischl.

 

Ein Walzertraum

Operette in drei Akten
Buch von Felix Dörmann und L. Jacobson
(Mit Benützung einer Novelle aus Hans Müllers "Buch der Abenteuer")
Textliche Neubearbeitung von Armin L. Robinson und Eduard Rogati
Musik von Oscar Straus
5D, 7H, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, [II], Klar I, II (B.Klar), Fg I, [II], Hr I, II, III, [IV], Trp I, II, Pos I, II, III, Schl I, II, Hrf, Jazz-Git, Cel, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik 1: Trp I, II; Bühnenmusik 2: Fl, Schl, Kl, Vl I, II, Vc, Kb
UA: 02.03.1907, Carltheater Wien

Ohne einander richtig zu kennen, haben die Prinzessin Helene von Flausenthurn und der Wiener Leutnant Prinz Niki geheiratet. Helene, die Niki mehr liebt als er sie, ahnt, dass es eine zeitlang dauern wird, bis sie ihn ganz gewonnen hat. Erst einmal besteht Niki, sehr zum Verdruss des regierenden Fürsten, der bald einen Stammhalter will, auf einem eigenen Schlafzimmer. Gegenüber seinem Regimentskameraden Montschi beklagt der junge Leutnant seine neue Lebenssituation.

Als er von einem nahegelegenen Gartenrestaurant Wiener Walzer hört, überfällt ihn das Heimweh nach Wien, und er beschließt, abends das Lokal heimlich zu besuchen. Dort bestreitet eine Wiener Damenkapelle das musikalische Programm, das Niki verlockte. Er verliebt sich in die Dirigentin Franzi, die ihrerseits an dem feschen Offizier Gefallen findet. Indessen sind weitere Bewohner des Schlosses eingetroffen, der Fürst selbst ist von einer Musikantin aufs Äußerste angetan, und als schließlich sogar Helene auf der Suche nach ihrem Niki erscheint, finden alle zu den Klängen der Walzertraum-Weise zusammen. Franzi ist auf ihre "Nebenbuhlerin" eifersüchtig. Als die Menge das Fürstenpaar erkennt und ihm huldigt, sieht sie ein, dass ihre Liebe zu Niki keine Zukunft hat.

Prinzessin Helene aber hat erkannt, was Niki fehlt. Mit Franzis Hilfe gelingt es ihr, den Hof mit Wiener Charme zu verzaubern, die Umgebung des Prinzgemahls mit Wiener Mobiliar und Wiener Spezialitäten gemütlicher zu machen und ihn so endlich auch für sich selbst zu gewinnen. Franzi liebt Niki zwar immer noch, entscheidet sich aber in weiser Entsagung für ihren eigenen Weg und für die Annahme eines Engagements in einem Wiener Tanzlokal.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.

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