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Zum Wiederentdecken: "Die Spieldose" von Georg Kaiser

 

1942 entstand Georg Kaisers Stück Die Spieldose, ein Heimkehrerdrama vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, dessen Ausbruch sich 2014 zum hundertsten Mal jährt.

Das Stück spielt in einem Dorf an der bretonischen Küste in den ersten beiden Kriegsjahren: Paul Chaudraz liegt an der Front, während seine Verlobte Noelle bei seinem Vater Pierre wohnt. Durch ein Erinnerungsritual - Briefeverlesen und das Abspielen der Spieldose - gedenken die beiden regelmäßig des abwesenden Paul. Der Bürgermeister Parmelin überbringt die Nachricht vom Tode Pauls, die Trauer verbindet Pierre und Noelle, sie heiraten und Noelle bekommt ein Kind. Doch Pauls Todesnachricht war falsch, er hat lediglich sein Gedächtnis verloren, kehrt heim und wird bei Pierre und Noelle aufgenommen. Durch die Spieldose erlangt Paul sein Gedächtnis wieder und stürzt im Streit seinen Vater von den Klippen. Um seine Tat zu sühnen, liefert er sich den deutschen Besatzern als Schuldiger aus, als der Mörder eines Reichswehrsoldaten gesucht wird und die Erschießung von zehn französischen Geiseln droht.

Georg Kaiser zeigt in seinem Schauspiel die bis in persönliche Bindungen hinein wirkende Zerstörungskraft des Krieges. Gleichnishaft wird die Tragödie dreier Menschen erzählt, die verdeutlicht, dass Schuldigwerden am anderen kein Glück begründen kann.

Das Stück liegt auch in einer Opernfassung mit Musik von Robert Hanell vor, die 1957 uraufgeführt wurde.

25.10.2012

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Kaiser, Georg