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DSE von Nina Segals "Big Guns" am Theater Ingolstadt
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"Sprachschön und brutal" Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird für ihr Werk mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis...

UA: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac am Theater Bielefeld
Am 8. November ist die Uraufführung von Ivan Calbéracs Stück Jugendliebe am...

UA: Sergej Gößners "Wegklatschen. Applaus für Bonnie und Clyde" an den Bühnen Halle
Am 8. November ist die Uraufführung von Sergej Gößners neuem Stück...

Rückblick: DSE von "Der Sohn" am St. Pauli Theater, Hamburg
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UA: "Widerfahrnis" von Bodo Kirchhoff am Studio Theater Stuttgart
Am 1. November hat Bodo Kirchhoffs Novelle Widerfahrnis in der Bearbeitung...

Neu bei Desch: "Acht Euro die Stunde" von Sébastien Thiéry
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Premiere: "Nackt über Berlin" am Schauspiel Hannover
Nach der Uraufführung an den Bühnen Halle kommt Axel Ranischs Roman Nackt...

UA: "Nach Mitternacht" von Irmgard Keun am Theater Hof
Am 10. November hat Nach Mitternacht von Irmgard Keun in der Bühnenfassung...

Neu: "Sag es keinem" von Sofia Fredén
Sam und Simone sind genervt. Seit der Scheidung benehmen sich ihre Eltern wie...

DSE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie und Ken Ludwig in Wien
Am 21. November ist die deutschsprachige Erstaufführung von Mord im...

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Am 30. November ist deutschsprachige Erstaufführung von Drachenläufer von...


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UA "Die toten Tiere" von Eva Rottmann am Theater Konstanz

© Bjørn Jansen

 

Im Juni 2011 präsentierte Eva Rottmann eine erste Skizze zu "Gespräche aus der offenen Wunde" beim gemeinsamen Autorenwettbewerb der Theater St. Gallen und Konstanz. Nun vollendete sie ihr Werk unter dem neuen Titel Die toten Tiere. Am 19. Januar wird das Stück am Stadttheater Konstanz in der Regie von Oliver Vorwerk uraufgeführt. 


Als Helen einen jungen Mann mitten im Winter draußen auf dem Boden liegen sieht, entscheidet sie sich spontan dafür, den Fremden mit in ihre Wohnung zu nehmen. Dort sitzt er regungslos auf einem Stuhl und sagt kein Wort. Helens Exmann Veit taucht plötzlich bei ihr auf und beide warten gemeinsam auf eine Reaktion des Jungen – starren ihn an und sprechen mit ihm wie mit einem Tier - doch nichts passiert. Helen spürt eine ungewöhnliche Anziehungskraft, die den Fremden umgibt und der sie sich nicht zu entziehen vermag. Ein Gefühl, das bald auch Veit ergreift, und es beginnt ein eifersüchtiger Liebeskampf um den geheimnisvollen jungen Mann. Doch diese Liebe verwandelt sich in eine Frustration und die Frustration wiederum in eine Abneigung. Eine Entscheidung muss getroffen werden! 


Am Ende ist man sich doch selbst der nächste! – Eva Rottmann beschreibt subtil, aber klar umrissen den Typus des "Gutmenschen", der sein schlechtes Gewissen mit angeblicher Nächstenliebe ausgleichen will. Am Beispiel von Veit und Helen, die zum Schluss den Jungen wieder in die Kälte hinausschicken, zeigt Rottmann die Verlogenheit vieler Wohltäter, die bei ihrem Engagement nur auf die Anerkennung ihrer Mitmenschen aus sind oder sich selbst ein gutes Gefühl verschaffen wollen. Als Helen stolz verkündet, dass sie besser seien als andere und etwas tun, entgegnet Veit nur: "Aber wer sieht das?". Eindrucksvoll präzise und aufmerksam beschreibt Eva Rottmann in ihrem Stück Die toten Tiere die Entwicklung von einer heuchlerischen Wohltätigkeit bis hin zum Ausleben eines rassistischen Gedankens. 


Im Januar wird auch Eva Rottmanns Stück Die mich jagen Premiere feiern. Das Theater Koblenz zeigt das Stück über die Suche nach dem eigenen Paradies, das Ausloten von Freiheit und das Verlieren der Kontrolle ab dem 18. Januar 2013. 


Weitere Aufführungen von Die mich jagen am Theater Koblenz :
19.01., 24.01., 30.01., 31.01., 23.02., 24.02.2013

Weitere Aufführungen von Die toten Tiere am Stadttheater Konstanz:

19.01., 20.01., 23.01., 26.01.2013



17.12.2012

Autoren zu dieser Nachricht:
Rottmann, Eva