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Neu bei FBE: "Billy (brüllende Tage)" von Fabien Cloutier

© Maude Chauvin

 

Political Correctness und administrative Überregulierung als Geißel des sozialen Miteinanders. Der junge Québecer Schauspieler und Autor Fabien Cloutier hat mit Billy (brüllende Tage) eine Symphonie der sozialen Empörung komponiert, die im Jahr 2012 die Jury des Stückewettbewerbs "Neue Theaterstücke aus Kanada" begeisterte.

Es schneit wie verrückt. Eine Stadtangestellte wütet gegen unbekannt, weil sich die Lieferung des dringend benötigten Schwarzen Bretts verzögert. Billys prollige Eltern frühstücken auf dem Weg zum Kindergarten Donuts beim Bäcker und fachsimpeln über Sumoringer. Den kleinen Billy lassen sie so lange im Auto sitzen. Die überbesorgte Mutter von Alice, eine tödlich gelangweilte Verwaltungsangestellte, verdächtigt Billys Eltern, ihren Sohn zu vernachlässigen. Sie klagt an.

Drei Figuren, winzige Rädchen in einem schlecht funktionierenden System, brüllen ihren Zorn in einem aggressiven Slang heraus. Die Schulbehörde ist ein kafkaeskes Durcheinander, im Kindergarten sind die Läuse los und alles ist am Ende anders, als es zunächst schien.
Schwarzer Humor und schnoddrige Provokation sind die Zutaten dieses sprachlichen Glanzstückes. Mit einer Mischung aus Publikumsansprache, Dialogsituation und Verbalattacken knüpft der Autor an die noch junge Québecer Theatertradition an: Seine Figuren sind Wiedergänger der sozial bewegten Protagonisten des Theaters der 60er-Jahre. Doch im Gegensatz zu jenen ist diesen der soziale Zusammenhalt abhanden gekommen. Hier wütet jeder ganz für sich allein.

26.04.2013

Stücke zu dieser Nachricht:
Billy (brüllende Tage)

Autoren zu dieser Nachricht:
Cloutier, Fabien