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DSE: "Da kommt noch wer" am Stadttheater Gießen

Covermotiv der CD-Aufnahme von Aurora Music

 

Am 19. Oktober gibt es mit Knut Vaages und Jon Fosses Oper Da kommt noch wer am Stadttheater Gießen die deutschsprachige Erstaufführung eines nervenaufreibenden skandinavischen Psychothrillers zu sehen. Jon Fosses Theaterstück "Da kommt noch wer" wurde von dem norwegischen Komponisten Knut Vaage musikalisch interpretiert und vom Jon-Fosse-Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel ins Deutsche übersetzt. Inszeniert wird von Stephanie Kuhlmann, die musikalische Leitung hat Martin Spahr.

Er und Sie haben sich ein altes Haus gekauft, fernab der Stadt, an einer gottverlassenen Küste. Hier wollen sie ihrem paranoiden Verlangen nach exklusiver Eintracht nachgeben, sich gemeinsam abschotten gegen die Außenwelt. Aber, was, wenn jemand kommt und in ihr mühsam abgedichtetes Kokon eindringt? Ein Horrorszenario und doch stetige Bedrohung des scheinbaren Idylls. Tatsächlich, wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, steht eines Tages der Nachbar vor der Tür und die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Wie in allen Stücken des norwegischen Autors Jon Fosse kreist auch in diesem die karge Sprache um den scheiternden Versuch der Kommunikation. Rhythmisch und repetitiv entwickelt sich eine Atmosphäre der Ängste, des Begehrens und des Ungesagten. Knut Vaage, der zu den führenden zeitgenössischen Komponisten Norwegens gehört, komponierte zu diesem minimalistischen Drama eine dunkle, bewegende und gleichzeitig befreiende Musik. Jon Fosse selbst richtete das Libretto für die im Jahr 2000 in Oslo uraufgeführte Oper eigenhändig ein.

24.09.2014

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Da kommt noch wer

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Vaage, Knut
Fosse, Jon